Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Claudia Pechstein

    Bielefeld (ots) - Wilhelm Schänzer ist unwohl bei dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes, weil es nur auf der Beurteilung eines Parameters beruht. Dem kann man zustimmen. Aber noch mehr stimmt, was der Kölner Doping-Analytiker danach sagte: Durch die Beibehaltung der Sperre von Claudia Pechstein wird der indirekte Nachweis von Doping-Missbrauch aufgewertet. Die Entscheidung von Lausanne wird deshalb eine positive Stimmung bei den Verbänden, national und international, erzeugen. Jedes andere Urteil hätte allerdings den Kampf gegen eines der Grundübel des Sports auch ad absurdum geführt. Was für einen Sinn hätten dann noch die Blutpässe und die Erstellung individueller Blutprofile, wenn deren Aussagekraft gleich wieder negiert worden wäre? Bestrafung auf Grund von Indizien: Endlich gilt das auch im Sportrecht. Schwer erträglich war und ist die Reaktion von Claudia Pechstein, die sich mal zum Pechvogel, mal zum Opfer und zuletzt zur Hüterin von Rechtsstaatsprinzipien hochstilisiert hat. Nach allem was man weiß, hat die fünffache Olympiasiegerin betrogen und ist erwischt worden. Letzteres macht Mut.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: