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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zum SPD-Parteitag

    Bielefeld (ots) - Appelle zur Einigkeit nach innen und zur Öffnung der Partei in alle Gesellschaftsschichten sind nicht neu, weder in der Sozialdemokratie noch in anderen Parteien. Deshalb hat die neue SPD-Führung noch lange nicht den Stein der Weisen gefunden. Dennoch darf sich Sigmar Gabriel als Sieger in der SPD-Krise fühlen und gewiss sein, dass seine Vorsitzendenzeit länger währt als etwa die Intermezzi von Matthias Platzeck und Kurt Beck. Knapp 70 Prozent der Delegierten vertrauen Andrea Nahles als neue Generalsekretärin. Man darf gespannt sein, ob sich die umtriebige Parteilinke wirklich auf das Fahrwasser des neuen Vorsitzenden beschränkt. Schon das ungewöhnliche Dopppelinterview Gabriel/Nahles im »Spiegel« vor einer Woche deuten Insider als Rangeln und Ringen um gleiche Augenhöhe. Hannelore Kraft aus NRW, mit 90,2 Prozent zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden bestellt, wird nicht die einzige sein, die den neuen Stil kritisch begleitet. Gerade die NRW-Genossen, deren Generalsekretär Michael Groschek nur mit Mühe in den Vorstand kam, brauchen Geschlossenheit, um ihre Minimalchance bei der Landtagswahl im Mai nächsten Jahres zu wahren.

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