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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Wehrdienst:

    Bielefeld (ots) - Die Wehrpflicht bleibt grundsätzlich erhalten. Darauf haben sich die künftigen Koalitionäre in Berlin geeinigt. Damit haben sich die Wehrpflichtbefürworter in der Union zumindest formal noch einmal durchgesetzt. Die Experten in FDP, die für die Abschaffung der Wehrpflicht plädieren und den Aufbau einer Berufsarmee bevorzugen, sind ihrem Ziel offenbar trotzdem einen Schritt näher gekommen. Denn eines bleibt festzuhalten: Was sollen die Ausbilder bei der Bundeswehr den jungen Rekruten während einer nur noch sechsmonatigen Wehrpflichtzeit beibringen, wenn sie denn kommt. Moderne Waffensysteme werden immer komplexer, ihre Bedienung zu erlernen, dauert entsprechend länger. In sechs Monaten könnten jungen Soldaten nur noch Grundbegriffe beigebracht werden. Den Anforderungen an einen Soldaten in einer modernen Armee werden sie mit einer solchen Schmalspurausbildung nicht gerecht werden können. Wer klare Verhältnisse schaffen will, muss angesichts einer derart kurzen Wehrdienstzeit konsequent die Schaffung einer Berufsarmee befürworten. Alles andere ist verantwortungslose Augenwischerei.

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