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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Aids-Impfstoff

    Bielefeld (ots) - In Pharmakonzernen knallen schon mal die Sektkorken, wenn ein neues Medikament zugelassen wird oder mit einem sensationellen Wirkstoff angeblich Krebs, Vergesslichkeit oder Aids besiegt werden kann. Wohltuend zurückhaltend waren gestern die Reaktionen beim Chemie-Riesen Sanofi-Pasteur in Lyon. Erstmals wurde nachgewiesen, dass ein Impfstoff das Risiko einer Aids-Infektion mindern kann. Das ist viel mehr, als die Forscher zuvor zu hoffen gewagt haben. Bis das Medikament ausreichend erprobt und auf den Markt kommen kann, werden noch Jahre vergehen. Und für die mehr als 30 Millionen Aids-Toten kommt die gestern präsentierte Entdeckung zu spät. Wenn nur ein Bruchteil dieser Menschen hätte gerettet werden können... Besonders im südlichen Afrika gibt es nun einen Funken Hoffnung. Millionen von Kindern sind zu Waisen geworden, weil ihre Eltern an Aids gestorben sind. Bis der endgültige Duchbruch in der Aids-Bekämpfung gelungen ist, sollte sich die internationale Staatengemeinschaft darüber Gedanken machen, wie die ärmsten Länder der Welt den notwendigen Impfstoff bezahlen sollen.

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