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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zur Ackermann-Feier im Kanzleramt

    Bielefeld (ots) - Es ist schon sehr interessant zu beobachten, wie »moralisch anständig« Parteien sich manchmal verhalten. Da nimmt Ulla Schmidt (SPD) ihren Dienstwagen samt Fahrer mit in den Urlaub. Sämtliche Parteien prügeln mit Verbalattacken auf die Gesundheitsministerin ein. Sie fordern ihren Rücktritt und erklären im selben Atemzug, dass sie selbst eine blütenweiße Weste hätten. Nun steht Kanzlerin Angela Merkel am Pranger. Und diesmal sind die Rollen zwar vertauscht, die Verhaltensweisen der Parteien aber gleich. Die SPD kritisiert Merkel aufs Schärfste und fordert eine »lückenlose Aufklärung«. Das Kanzleramt und einige Unionspolitiker wiederum betonen, dass die Vorwürfe nichts weiter seien als eine üble Kampagne des politischen Mitbewerbers. Richtig ist: Weder die Dienstwagenaffäre noch die Feier im Kanzleramt sind (Wahlkampf)-Themen, die angesichts bedeutsamerer Probleme und Herausforderungen in diesem Land wirklich ernstzunehmen sind. Richtig ist aber auch, dass jeder, der Verantwortung trägt - ob er Schmidt, Merkel oder Ackermann heißt - sich fragen sollte, ob er ruhigen Gewissens in den Spiegel schauen kann.

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