Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Bildungsmonitor:

    Bielefeld (ots) - Hurra! Die Schule wird besser! Schön, dass es aus dem Bildungswesen auch einmal gute Nachrichten gibt. Eltern, die sich ob dieser Nachricht verwundert die Augen reiben, seien aufgeklärt: Der Bildungsmonitor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft bewertet nicht die Qualität von Bildung, sondern deren Nutzbarkeit für das wirtschaftliche Wachstum. Daran ist zunächst nichts auszusetzen. Die Volkswirtschaft ist auf gut ausgebildete junge Leute angewiesen. Wer zügig einen Abschluss erreicht, verdient schneller Geld und stützt so auch die Sozialsysteme. Aber was sagt es über das Bildungsniveau aus, wenn in Nordrhein-Westfalen jeder zweite Schüler Abitur oder Fachhochschulreife erlangt? Wer nur auf Quoten schielt, der verliert den Alltag in Schulen und Hochschulen aus den Augen. Das Turbo-Abi nach Klasse 12 ist ohne Abstriche an den Lehrplänen und damit an Bildungsqualität gar nicht zu schaffen. Verfehlt ist auch der Jubel über den Ansturm auf die Bachelor-Studiengänge. Dann jedenfalls, wenn - wie in Nordrhein-Westfalen - auf einen Dozenten 24 Studenten kommen.

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