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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Gas-Pipeline Nabucco

    Bielefeld (ots) - Das Vorhaben der Europäer, sich durch die Nabucco-Pipeline etwas unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu machen, ist nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre zwingend notwendig. Der immer wieder aufflammende Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine, der auch im vergangenen Winter zu Lieferausfällen in Europa führte, hat die Pläne für das Pipeline-Projekt vorangetrieben. Übertriebener Optimismus ist jedoch noch fehl am Platze. Mit den etwa acht Milliarden Euro sind bisher nur die Baukosten von der Türkei nach Österreich angesetzt. Die Finanzierung teurer Anschlussleitungen in die Gas fördernden Länder wie Aserbaidschan und Turkmenistan ist jedoch noch völlig offen. Ganz abgesehen davon, dass die Russen für »South Stream« - ihre geplante Parallelleitung nach Europa - ebenfalls mit Aserbaidschan und anderen Förderländern in der Region über Lieferverträge verhandeln. Ein sehr sensibler Punkt sind auch die kommenden Verhandlungen mit der Türkei. Nicht wenige Politiker in der EU befürchten, dass die türkische Regierung die Pipeline als Druckmittel für einen EU-Beitritt nutzen wird.

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