Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) kommentiert:

    Bielefeld (ots) - Die Geduld des Vatikan scheint grenzenlos zu sein - wenn es um die rückwärts gewandte Piusbruderschaft und den Holocaustleugner Richard Williamson geht. Es gibt genügend Beispiele »einfacher« Katholiken, die nicht soviel Nachsicht von Rom erfahren haben. Eindeutig hat der Papst Stellung zu den Holocaust-Lügen Williamsons bezogen. Um die Affäre aus der Welt zu schaffen, fehlt noch ganz viel. Mit schwammigem Gerede versucht sich der Brite herauszuwinden. Er bedauert angeblich die Folgen seiner Aussagen, nicht aber den Inhalt selbst. Das reicht nicht. Ganz im Gegenteil. Warum sagt der Vatikan nicht: Jetzt reichts! Williamson sollte seine Holocaust-Aussagen widerrufen. Das hat er nicht gemacht. Haben er oder die Leitung der Pius-Bruderschaft die Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils anerkannt? Nein. Die Führung der Katholischen Kirche muss einsehen, dass die vom Papst gewünschte Wiedereingliederung der Traditionalisten gescheitert ist. Williamson hatte ausreichend Zeit, auf den Vatikan zuzugehen. Nun ist Zeit, dass der Papst einen klaren Schnitt macht. Und das bedeutet: Trennung von der Pius-Bruderschaft. Die Gläubigen würden es ihm danken.

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