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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) kommentiert:

    Bielefeld (ots) - Es geschah 1991. In Bernd Eichingers Filmkomödie »Manta, Manta« erleidet Berties getunter Opel auf dem Weg zum Westfalenstadion einen Kolbenfresser. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass es 17 Jahre später dem Angebot von Solarworld, die Opel-Firmenwelt aufzukaufen, genauso ergehen wird. Sicher hat Frank Asbeck mit seiner AG genug verdient, um das Angebot zu finanzieren. Doch warum sollte General Motors akzeptieren? Der US-Konzern würde das gesamte Kleinwagen-Knowhow verlieren. Für den Käufer aber würden danach die Herausforderungen erst beginnen. Aus Opel den »ersten grünen Autokonzern« zu machen, dazu braucht es mehr als den Jahreskonzerngewinn von 113 Millionen Euro. Auf der diesjährigen Liste der umweltfreundlichsten Autos, die vom angesehenen Verkehrsclub Deutschland herausgegeben wird, findet sich unter den 30 führenden Wagen kein einziger von Opel. Damals, als die New Economy ihrem Höhepunkt entgegenging, kaufte AOL den Medienriesen Time Warner. Das Projekt ist gescheitert. In einer Zeit, in der alle den Staat rufen, gelingt Asbeck eine interessante Provokation. Würde sie angenommen, drohte Opel jedoch ein Kolbenfresser.

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