Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westfalen-Blatt mehr verpassen.

Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt zu sinkenden Milchpreisen:

Bielefeld (ots)

Wütende Proteste der Bauern, blockierte
Molkereien, hektischer Aktionismus in der Politik: Kaum mehr als ein 
Vierteljahr ist seit dem »Milchgipfel« zu Berlin vergangen - und nun 
sind die Preise schon wieder im freien Fall. Butter ist so billig wie
noch nie, ein Liter fettarme H-Milch kostet im Supermarkt nicht 
einmal mehr einen halben Euro: Was den Verbraucher freut, bringt die 
Erzeuger erneut in Existenznot.
Die rebellischen Milchbauern müssen sich mit der Erkenntnis abfinden,
dass noch so lauter Protest die Marktgesetze auf Dauer nicht 
auszuhebeln vermag. Steigende Preise führen zu höherer Produktion, 
steigende Produktion zu höheren Angebot, ein Überangebot zu sinkenden
Preisen. Angesichts des derzeit überfließenden Milchsees in der EU 
ist der akute Preisverfall also nur folgerichtig.
Produktionsbeschränkungen wären eine Möglichkeit, die Preise zu 
stabilisieren. Doch eine solche Quotenregelung scheitert bislang am 
Widerstand der Politik.
Eine andere Möglichkeit, den Bauern zumindest auf absehbare Zeit 
Planungssicherheit zu geben, wäre eine Verlängerung der 
Vertragslaufzeiten. Wenn Einzelhandel und Molkereien von Quartal zu 
Quartal neu verhandeln, wird der Bauer zum Börsianerschicksal 
verdammt. Das aber ist dem Berufsstand nicht zuzumuten: Eine Milchkuh
ist nun einmal keine Maschine, die sich auf Knopfdruck ein- oder 
abschalten lässt.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westfalen-Blatt
Weitere Storys: Westfalen-Blatt
  • 03.11.2008 – 20:00

    Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt zur Finanzkrise:

    Bielefeld (ots) - Die Commerzbank wagt sich aus der Deckung -  und siehe da: Das erwartete Sperrfeuer bleibt aus. Die Börse honorierte gestern den Schritt unter den staatlichen Rettungsschirm sogar mit einem Kurssprung. Gemessen an dem, was manche Geldinstitute ihren Kreditnehmern in der Wirtschaft auferlegen, sind die Bedingungen für die staatliche Hilfe ...

  • 03.11.2008 – 19:57

    Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt zu den Energie-Preisen:

    Bielefeld (ots) - Dass jetzt die ersten Versorger in Deutschland ihre Preise für Erdgas senken, lässt aufhorchen. Gilt bei ihnen etwa nicht die seitens der Energieunternehmen gebetsmühlenartig angeführte Öl-Gas-Preisbindung? Danach müssten sich die Gaspreise mit einer Zeitverzögerung von sechs Monaten an dem Ölpreis orientieren. Vor einem halben Jahr ...