Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt zum neuen Sparkassengesetz in Nordrhein-Westfalen:

    Bielefeld (ots) - Nun hat also doch die Vernunft gesiegt. Die in weiten Teilen der Bevölkerung so beliebten Sparkassen bleiben auch künftig selbständig. Die befürchtete »Privatisierung durch die Hintertür« ist nach dem jetzt vorgelegten Gesetzentwurf der Landespolitiker von NRW vom Tisch. Gut so. Dass sich am Ende alle Politiker für die gefundene Lösung mehr oder weniger beglückwünschten zeigt, wie verfahren die Situation über Monate hinweg war. Vor allem CDU-Finanzminister Helmut Linssen hatte mit seinem Vorstoß, die Sparkassen zu »modernisieren« und die West-LB sozusagen zur Zentrale der Sparkassen zu machen, kein glückliches Händchen bewiesen. Gerade vor dem Hintergrund der Finanzkrise hat sich gezeigt, dass das Drei-Säulen-Modell in Deutschland Gold wert ist. Es sorgt - trotz aller Verluste auch bei Sparkassen und Volksbanken - für Stabilität und genießt Vertrauen. Als Gewinner kann sich nun auch die Allgemeinheit sehen. Denn die Sparkassen werden wie bisher einen Teil ihrer Überschüsse für gemeinnützige Zwecke an die Kommunen ausschütten. Das kann Sportvereine ebenso freuen wie einen Tierpark, ein Kino oder ein Theater. Genau so und nicht anders sollte das Modell Sparkasse bleiben.

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