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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) kommentiert:

    Bielefeld (ots) - Rauchen ist mehr eine Unvernunft als eine Krankheit. Wohl wissend, dass Lungenkrebs droht, stecken sich die Qualmer unter uns eine an. In der Regel aus freien Stücken riskieren sie ihre Gesundheit, um mitten im Stress Dampf abzulassen, den coolen, starken Mann zu demonstrieren oder Untätigkeit zu überbrücken. Hinzu kommen die Genussmenschen, die Zigarre rauchen, weil es ihnen schmeckt. Rauchen ist ein Laster, eine lässliche Sünde. Wenn die Bundesärztekammer fordert, Tabakabhängigkeit als Krankheit anzuerkennen, gerät sie in Erklärungsnot. Wo fängt Abhängigkeit an, bei 20 Zigaretten am Tag oder schon bei 10? Ist der Griff zur Schachtel aus Gewohnheit schon als Suchtverhalten zu werten? Die Abhängigkeit von Rauschgift ist eine Krankheit. Im Gegensatz zum Nikotin kommen Betroffene von Heroin und Kokain nur sehr schwer los. Bei Rauchern helfen Entwöhnungskurse oder Verhaltensumstellungen. Sinnvoller als eine Diskussion darüber, ob Rauchen eine Krankheit sei, wäre flächendeckende Aufklärung über die Risiken, die mit dem Paffen verbunden sind. An den Schulen, vor allem den Haupt- und Berufsschulen, muss den Jugendlichen eingetrichtert werden: Rauchen ist unvernünftig.

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