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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gildemeister

    Bielefeld (ots) - Die Aktionäre waren zufrieden. Vorstand und Aufsichtsrat auch. Gildemeister hat derzeit betriebswirtschaftlich einen Superlauf. Ein Rekord jagt den nächsten. Da war es wohl klar, dass sich auch die Kritik der Aktionäre angesichts der laufenden staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen unter anderem gegen Vorstandschef Rüdiger Kapitza in Grenzen halten würde. Tatsächlich dominierte ausschließlich Lob das Geschehen. Lob für einen Mann, der das Unternehmen, das noch in den 90-er Jahren in einer schweren Krise steckte, zu einem erfolgreichen Global Player - also einem führenden Weltunternehmen - geformt hat. Kapitza hat bewiesen, dass er sein Handwerk beherrscht. Dafür erntete er reihenweise Danksagungen. Zu Recht. So lange aber die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft andauern, liegt ein Schatten über Gildemeister. Es fehlt die behördliche Gewissheit, ob an dem Anfangsverdacht gegen Kapitza wegen Steuerhinterziehung und Untreue etwas dran ist. Kapitza beteuert seine Unschuld und erhält Rückendeckung von renommierten Wirtschaftsprüfungsunternehmen, die ihre Untersuchungen jetzt abschlossen. Dagegen lassen Ergebnisse sowohl der Staatsanwaltschaft als auch der Bankenaufsichtsbehörde Bafin weiter auf sich warten. Das ist fatal. Denn auf Dauer kratzt der im Raum stehende Vorwurf am Image von Gildemeister. Die Ermittlungen sollten daher zügig zum Abschluss kommen.

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