Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt zum Verschuldungsstand der Deutschen:

    Bielefeld (ots) - Wieder einmal ist die Zahl der Privatinsolvenzen gestiegen - wenn auch in OWL nicht so stark wie im übrigen Deutschland. Dennoch: Überschuldung ist in den vergangenen Jahren - also vor allem in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit in Deutschland - zu einem flächendeckenden Thema geworden. Nicht nur Großstädte sind betroffen, sondern auch ländliche Regionen. Das ist zweifellos die schlechte Nachricht. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Der Anstieg der Verschuldung ist zurückgegangen. Ein Hoffnungsschimmer. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ganz langsam macht sich hier der wirtschaftliche Aufschwung bemerkbar. Viele Bürger, die wieder Arbeit gefunden haben, können ihre Schulden abstottern oder kommen erst gar nicht in eine finanzielle Notlage. Sich zu verschulden, geht schnell. Zu groß sind in unserer Konsumgesellschaft die Verlockungen, etwas zu kaufen, was man sich eigentlich nicht leisten kann. Schon ein fehlender Geldbetrag von 10000 oder 15000 Euro lässt viele Verbraucher vor Gläubigern kapitulieren. Allein kommen sie aus ihrer misslichen Lage nicht mehr heraus. Die Möglichkeit, mit einer Privatinsolvenz nach sechs Jahren den Weg aus der Schuldenfalle zu finden und neu zu beginnen, ist für Schuldner ein Segen. Für viele Gläubiger dagegen wohl eher ein Fluch. Sie sehen ihr Geld nie wieder.

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