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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Sarkozy

    Bielefeld (ots) - Ein Präsident und eine Jet-Set-Schönheit turteln unter den Augen der Weltöffentlichkeit, stürzen Protokollbeamte in Not, um sich dann heimlich-festlich im Regierungspalast das Jawort zuzuhauchen. Respekt - in Sachen l'amour macht den Franzosen niemand etwas vor! Was haben wir Deutschen dem an Staatsaffären entgegenzusetzen? Allenfalls einen Bundeslandwirtschaftsminister, der erst seine Partei und danach telefonisch die Mutter seines unehelichen Kindes darüber in Kenntnis setzt, dass er die Beziehung beende. Oder den Ministerpräsidenten Niedersachsens, der jungväterlich-strahlend ankündigt, seiner neuen Lebensgefährtin im Kreißsaal beistehen zu wollen. Er habe aus seiner noch nicht geschiedenen Ehe ja schon Erfahrung . . . Glamour? Romantik? Fehlanzeige! Aber lassen wir die Romantik und kümmern uns um die Politik: Auf diesem Gebiet zündelt der Romeo von der Seine europapolitisch mit seinem Plan einer Mittelmeerunion, versorgt das noch nie der lupenreinen Demokratie verdächtige Libyen mit Atomtechnik und macht mächtig Miese im Etat. Sonnenkönig Ludwig der XIV. ließ seinerzeit keine Zweifel: »L'etat c'est moi« - Ich bin der Staat! Für dessen aktuellen Nachfolger gilt das nicht. Mit dem ist derzeit nicht viel Staat zu machen.

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