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Intelligenter Algorithmus X2Safe trägt zu mehr Verkehrssicherheit bei

Intelligenter Algorithmus X2Safe trägt zu mehr Verkehrssicherheit bei
X2Safe von ZF kann Fußgänger erkennen, die weder für Fahrer noch Sensorsysteme wie Kamera oder Radar sichtbar sind, und kann Fußgänger sowie Fahrer sowohl optisch als auch akustisch warnen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/66240 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung ...

Friedrichshafen (ots) -

* X2Safe: Systemanbieter ZF präsentiert innovatives 
Vernetzungskonzept für alle Verkehrsteilnehmer
* Algorithmus hilft, Kollisionen bereits im Entstehen zu vermeiden
* Schrittmacher-Technologie für autonomes Fahren 

Der intelligente Algorithmus X2Safe von ZF trägt zu deutlich mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei, weil er Autofahrer, Passanten und Radfahrer frühzeitig vor Kollisionen warnen kann. Für den Automobilzulieferer ist der cloudbasierte Algorithmus ein weiterer Baustein in der Digitalisierung mechanischer Komponenten. Das Unternehmen unterstreicht damit seinen Anspruch, bei der Entwicklung zum autonomen Fahren eine zentrale Rolle zu spielen. Knapp zwei Jahre nach der Übernahme von TRW Automotive präsentiert sich ZF so als globaler, integrierter Systemanbieter, der exzellent für die Zukunft gerüstet ist.

X2Safe kann mit Fahrzeugen, Smartphones sowie Smartwatches kommunizieren. Autofahrer, Passanten und Radfahrer werden so frühzeitig vor Kollisionen im Straßenverkehr gewarnt. Autonome oder teilautonome Systeme können Aktionen einleiten. Dabei lässt sich der Algorithmus als Basis für Car-to-X-, X-to-Car oder sogar X-to-X-Anwendungen einsetzen. Die schnell implementierbare Technologie ermöglicht erstmals die komplette Vernetzung von Automobilen und schwächeren Verkehrsteilnehmern in der Cloud. Je mehr Menschen und Fahrzeuge in diesem interaktiven Sicherheitsnetzwerk miteinander verbunden sind, desto effektiver lassen sich mögliche Unfälle vermeiden.

Besonderer Nutzen für "schwächere" Verkehrsteilnehmer

Sogenannte schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Fahrrad- und Kraftradfahrer sind besonderen Risiken ausgesetzt. Sie machen etwa 50 Prozent der weltweit rund 1,25 Millionen Unfalltoten pro Jahr aus. Besonders Heranwachsende und junge Erwachsene sind im Straßenverkehr stark gefährdet. Angaben der Weltgesundheitsorganisation zufolge sterben weltweit täglich 500 Kinder als Folge von Verkehrsunfällen. Bei jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren sind Verkehrsunfälle sogar die häufigste Todesursache. Die Ablenkung via Smartphone birgt zusätzliche Risiken - sowohl am Steuer als auch bei Fußgängern. Eine ganze Generation bewegt sich mit gesenktem Kopf durch die Städte der Welt - den Blick auf das Display gerichtet und mit Plug-ins im Ohr.

Ständig online zu sein, würde sich mit der neuen ZF-Technologie als Vorteil erweisen - und wäre gerade in Gefahrensituationen hilfreich. Denn deren Nutzer spielen permanent Bewegungsdaten in die Cloud, aus denen der Algorithmus berechnet, ob ein Zusammenstoß mit einem Fahrzeug oder anderen Verkehrsteilnehmern droht. Dabei wird eine Kollisionswarnung - im Fahrzeug und beim Träger des Smartphones - bereits ausgelöst, bevor Sichtkontakt besteht beziehungsweise Kamera- und Radarsysteme des Fahrzeugs die Gefahrensituation erfassen können. Das ermöglicht ein deutliches Sicherheitsplus, denn laut einer US-Studie sind Autofahrer am Steuer während mehr als der Hälfte der Fahrzeit abgelenkt.

Von der Warnung bis zum aktiven Eingriff

Die Intelligenz des Systems besteht darin, dass der Algorithmus das Verhalten aller Verkehrsteilnehmer in der näheren Umgebung individuell analysieren kann und über eine Reaktion entscheidet. Hält ein Fußgänger etwa Rotphasen von Ampeln nicht ein oder überquert Straßen an dafür nicht geeigneten Stellen, vermag es dieses Verhalten als besonders "unsicher" zu bewerten und geht von einem größeren individuellen Gefährdungspotenzial aus. In dem sich nähernden Fahrzeug wäre in diesem Fall eine Warnung des Fahrers möglich. Gleichzeitig würde auch der Fußgänger von seinem Smartphone oder Smartwatch akustisch und optisch alarmiert. Mit zunehmendem Grad vernetzter Sicherheitssysteme und Autonomie moderner Fahrzeuge kann darüber hinaus ein automatisches Eingreifen des Autos erfolgen - bis hin zum Ausweichmanöver oder zur Vollbremsung. Anders als etwa ein Abstandswarner oder eine Kamera reagiert das System nicht erst, wenn die Gefahr erkennbar und bereits real ist. Sollte es notwendig sein, antizipiert es möglicherweise auftretende Gefahren bereits im Entstehen.

So wird ein interaktives Level erreicht, das deutlich über eine reine Car-to-X- oder X-to-Car-Kommunikation hinausgeht. Dabei spielt der Kontext eine wichtige Rolle: Denn der Algorithmus von ZF kann nicht nur Bewegungsinformationen der Verkehrsteilnehmer verarbeiten, er kann auch Gefahrenschwerpunkte einschätzen, wie etwa besonders unübersichtliche Straßenzüge oder Bushaltestellen.

"See - Think - Act" für intelligente Mobilität

Die neue Technologie unterstreicht die Rolle von ZF als Systemanbieter für intelligente Mobilität und fokussiert auf die Bereiche Digitalisierung mechanischer Komponenten, Forcieren der Elektromobilität und trägt dazu bei, die Zahl der Verkehrsunfälle und die Emissionen zu senken. Alle drei Bereiche stehen im engen Zusammenhang mit den aktuellen Branchentrends. "Auf dem Weg zum autonomen Fahren ist Sicherheit ein zentraler Faktor. Von unserer Technologie könnten aber schon bald alle Verkehrsteilnehmer profitieren", sagt Malgorzata Wiklinska, Leiterin der ZF-Denkfabrik.

Nach dem Motto "See - Think - Act" bietet ZF erstens die Sensorik, die es ermöglicht, dass Fahrzeuge und andere Verkehrsteilnehmer sich gegenseitig wahrnehmen. Zweitens die entsprechenden Steuergeräte, um die gesammelten Daten zu verarbeiten und drittens die Aktuatorik, damit mechanischen Komponenten wie Lenkung oder Bremse entsprechend handeln. Durch diese intelligente Vernetzung von Software und Mechanik können Fahrzeuge potenzielle Gefahrensituationen nicht nur sehr frühzeitig wahrnehmen, sie sind auch in der Lage, innerhalb von Sekundenbruchteilen Entscheidungen zu treffen und bei Bedarf automatische Reaktionen einzuleiten - zum Beispiel mit einer Notbremsung des Fahrzeugs bei plötzlich in den Verkehr laufenden Fußgängern.

Pressekontakt:

Thomas Wenzel, Leiter Externe Kommunikation,
Tel.: +49 7541 77-2543, E-Mail: thomas.wenzel@zf.com

Corina Tews, Technologie- und Produktkommunikation,
Tel.: +49 7541 77-8238, E-Mail: corina.tews@zf.com
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