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Im EUROSPORT-Interview mit Klaus Angermann: Verbruggen kritisiert italienische Behörden: Fahrer wie Delinquenten behandelt

München (ots) - Der Präsident des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI) Hein Verbruggen hat die italienischen Behörden für ihr Eingreifen während des Giro d'Italia kritisiert. Im EUROSPORT-Interview mit Klaus Angermann sagte Verbruggen: "Solche Sachen sind notwendig. Aber man ist beim Giro wirklich ein bißchen zu weit gegangen. Man hat die Rennfahrer ja wie Delinquenten behandelt." Schließlich hätte ja auch die Doping-Razzia kaum Resultate gebracht. Verbruggen: "Die große Mehrheit spielt ehrlich!" Angesprochen auf die bisherigen Dopingfälle im Jahr 2001 erklärte der UCI-Präsident: "Wenn man wie wir fast 600 Kontrollen gemacht hat, dann sind sechs Fälle nur ein Prozent. Man darf nicht 100-prozentige Lösungen erwarten. Wir machen alles, was man machen kann. Das hat uns auch die World Anti-Doping Agency (WADA) bestätigt." Kritische Worte fand Verbruggen auch für das Anti-Doping-Gesetz in Italien, das für Doping-Vergehen sogar Gefängnisstrafen vorsieht: "Das Gesetz in Italien widerspricht den Vereinbarungen, die innerhalb der WADA getroffen wurden." Die Bestrafung der Sportler sei Aufgabe der Sportbehörden und der zuständigen Instanzen. "Die Italiener sind die einzigen, die solche Regelungen verabschiedet haben. Alle anderen Gesetzgeber wollen das nicht. Hier muß eine internationale Harmonisierung her." ots Originaltext: EUROSPORT Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen erhalten Sie bei: EUROSPORT Pressestelle Werner Starz (wstarz@eurosport.co.uk) 0049 - (0)89 958 29 204 Original-Content von: EUROSPORT, übermittelt durch news aktuell

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