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Mit dem Fiat Panda zum Kongress: der Serbe Marco Janjevic ist einer der 540 Studenten am Europäischen Forum Alpbach

Abseits der großen Reden

Alpbach (ots) - Nobelpreisträger, Spitzenpolitiker und hochkarätige Wissenschafter prägen das Gesicht des 64. Europäischen Forum Alpbach in der Öffentlichkeit. Aber was geschieht Abseits der großen Reden? Junge Leute haben das Denken und Handeln des Forums entscheidend mitgeprägt. Als Forum-Präsident Erhard Busek vor acht Jahren das Europäische Forum übernahm waren es noch 150 Stipendiaten. Heute nehmen über 540 Studenten aus über 40 Nationen teil. Marco Janjevic ist einer von ihnen. Der 21 Jährige Jusstudent aus Serbien schnuppert im Dorf der Denker europäische Luft.

Die braune Kordtasche hängt locker über seiner Schulter. In der einen Hand hält er einen Stapel Seminarunterlagen in der anderen eine Wasserflasche. Die gestrige Nacht hat ihre Spuren in Marco Janjevics Gesicht und Haltung hinterlassen: After Forum Clubbing im Jakoberwirt, Jazzkonzerte und Filmabende gehören auch zum allabendlichen Ausklang am Europäischen Forum.

Marco Janjevic ist Jusstudent aus Serbien. Für zwei Wochen besucht er Vorträge am Forum. Gut zehn Stunden ist der 21-jährige mit seinem Fiat Panda aus Novisad, der zweitgrößten Stadt Serbiens, in das Tiroler Bergdorf Alpbach gefahren. Hoch oben, auf über 1080 m Seehöhe hat er eine gemütliche Frühstückspension ergattert. "Der Ausblick auf Alpbach ist fabelhaft", schwärmt Marco, wenngleich er mit hochgezogener Augenbraue zugibt, dass der 30-minütige Fußmarsch steil bergab und wieder hoch oft mühselig ist. "Ist gut für die Fitness" schmunzelt er.

Fertigpasta statt Hotelküche

Traditionelle Tiroler Kost hat sich Marco bisher noch nicht geleistet. Supermarkt statt Hotelküche. Seine geistige Nahrung heißt Fertigpasta und Wurstsemmel. Das Studentenbudget ist eben knapp. Umso mehr hat er sich über den selbstgebackenen Apfelstrudel seiner Vermieterin Agnes Moser gefreut. Obwohl die 70-jährige kein Englisch spricht, weiß sie offensichtlich, wie man ein Studentenherz höher schlagen lässt. Seine Augen beginnen zu glänzen, als ihm das Wort "Apfelstrudel" über die Lippen kommt.

Begehrte Stipendien

"Mein Professor hat mir den Platz am Forum verschafft, bezahlen muss ich ihn jedoch selbst", sagt Marco. Er gehört zu den 50% der Studenten, die bei den Stipendien abgewiesen werden. Mehr Glück hatten da die Mazedonier Dino Hodzik und Kiril Tolevski. Die beiden Studenten der Telekommunikationswissenschaften bekamen ihre Stipendien über die Initiative Group Alpbach, deren Clubs-Alpbach in 16 europäischen Ländern vertreten sind - so auch in Skopje. Neben der Stipendienvergabe sind insgesamt 27 Clubs-Alpbach auch abseits des Forums mit regelmäßigen Vorträgen aus den Themen Wirtschaft, Politik und Kultur das ganze Jahr über höchst aktiv. Die Stipendienplätze sind heiß begehrt und mit einigen Aufgaben, wie Motivationsschreiben, Studienerfolg, Berufserfahrung oder Engagement der Teilnehmer, verbunden. Jeder Student bekommt ein Zertifikat des Forum Alpbachs. Die Scheine sind zu einem begehrten Zeugnis geworden: wer es besitzt durfte europäische Luft schnuppern.

Interdisziplinärer Skiurlaub

Marco und die beiden Mazedonier haben sich bei den politischen Reformgesprächen kennen gelernt. Interdisziplinär eben - also Fächer übergreifend - besuchen Studenten unterschiedlichster Fachrichtungen Seminare zu den Themen Politik, Technologie, Wirtschaft oder Medizin. Ganz nach dem Geschmack der drei Studenten, die in ihrem Studentenalltag nur wenige Möglichkeiten haben, sich auf einem anderen Terrain zu bewegen. "Das ist der Europäische Gedanke, auch in der Wissenschaft", meint Marco und stellt seine Wasserflasche neben sein Skript auf dem in großen Lettern das Generalthema des diesjährigen Forums "Wahrnehmung und Entscheidung" steht.

Über eines sind sich die drei Studenten einig: es ist einzigartig, Europa in einem Bergdorf wie in Alpbach zu erleben. Pläne über einen gemeinsamen Skiurlaub in Alpbach sind schon geschmiedet, denn Alpbach ist nicht nur als Dorf der Denker bekannt.

Informationen zum 64.Europäischen Forum:

http://www.alpbach.org

Zimmerreservierung 64. Europäisches Forum: Alpbachtal Seenland Tourismus Zentrum 1 A-6233 Kramsach/Tirol/Austria Tel.: +43 (0)5336 600 600 Fax: +43 (0)5336 600 698 mailto:info@alpbachtal.at http://www.alpbachtal.at

Bildmaterial unter: http://www.tourismuspresse.at/redirect.php?alpbach5

Rückfragehinweis: Mag. Gabriele Grießenböck, Presse/PR Alpbachtal Seenland Tourismus Zentrum 1 A-6233 Kramsach/Tirol/Austria Tel.: +43 (0)676 43 06 966 Fax: +43 (0)5336 600 698 mailto:g.griessenboeck@alpbachtal.at http://www.alpbachtal.at

 
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