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Deutsch-Russischer Energiekongress des Ost-Ausschusses in Hannover: Energiepartnerschaft als Fundament der Wirtschaftsbeziehungen

    Berlin (ots) - "Wir sind in hohem Maße auf russische Öl- und
Gasexporte angewiesen. Umgekehrt steht Russland vor einem enormen
Investitionsbedarf, um seine Energiewirtschaft zu modernisieren,
damit die inländische Versorgungsfähigkeit sowie die Exportfähigkeit
aufrechterhalten bzw. gesteigert werden können. Das Potenzial für die
zukünftige Energiekooperation zwischen Deutschland und Russland ist
groß", sagte Buckhard Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Ruhrgas AG
und stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des Ost-Ausschusses
der Deutschen Wirtschaft, auf dem Deutsch-Russischen Energiekongress
am Montag in Hannover.
    
    Die immensen Potenziale der Wirtschaftskooperation im Energie- und
Rohstoffsektor standen im Mittelpunkt der vom Ost-Ausschuss der
Deutschen Wirtschaft organisierten Konferenz, an der rund 200
Wirtschaftsvertreter aus den beiden Ländern teilnahmen. Rund 37
Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs und 26,5 Prozent der gesamten
deutschen Rohölimporte kommen aus Russland. Damit ist Russland für
Deutschland der wichtigste Energieträgerlieferant.
    
    Die Energiekooperation sei keine Einbahnstraße, sondern entwickle
sich zu einem tragfähigen gegenseitigen Engagement. Dies sei Ausdruck
einer Normalität der Wirtschaftsbeziehungen, unterstrich Bergmann.
Der Energiesektor in Russland sei nicht nur Motor der russischen
Volkswirtschaft, sondern auch ein tragendes Fundament der
deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen. Der russische
stellvertretende Energieminister Tropko betonte die traditionell
guten Kontakte zwischen russischen und deutschen Energieunternehmen
und räumte ein, dass Öl- und Gasexporte auf absehbare Zeit die
wichtigsten russischen Exportgüter blieben.
    
    Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Russland zeigt sich
dynamisch mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten - im vergangenen
Jahr betrug sie 5,7 Prozent. Der bilaterale Handelsaustausch
erreichte 2001 eine Rekordmarke von 24,8 Mrd. EURO. Das Interesse der
deutschen Unternehmen richtet sich vor allem auf die Erschließung von
Öl- und Gasvorkommen, den Anlagenbau sowie auf Energieeinsparung und
Umweltschutz.
    
    
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