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BDI: Die nächste WTO-Runde muss eine Entwicklungsrunde werden

    Berlin (ots) - "Von verbindlichen multilateralen Regeln
profitieren zuallererst die Schwachen", so v. Wartenberg,
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
(BDI), anlässlich der Vorbereitungsgespräche der nächsten
WTO-Ministerkonferenz am 23. und 24. April in Berlin. Diese soll im
November in Katar stattfinden. Die Welthandelsorganisation biete
insbesondere kleinen Staaten und Entwicklungsländern die Möglichkeit,
aktiv die Welthandelsordnung mitzugestalten und ihre Rechte auch
gegenüber den großen Industriestaaten durchzusetzen.
    
    Handelsminister aus über 15 Ländern diskutieren zusammen mit der
Bundesregierung, Vertretern der Europäischen Kommission und
WTO-Generaldirektor Mike Moore über die Prioritäten zukünftiger
Handelspolitik. Nachdem 1999 die Ministerkonferenz in Seattle
scheiterte, sollte dieses Jahr die Chance, eine neue Welthandelsrunde
einzuleiten, genutzt werden, so v. Wartenberg.
    
    Es sei dringend erforderlich, dass sich Entwicklungsländer
zusammen mit der EU darüber verständigen, wie die Vorteile einer
neuen Welthandelsrunde für Industrie- und Entwicklungsländer
maximiert werden können. "Es steht fest, dass die Interessen der
Entwicklungsländer in der neuen Runde eine zentrale Rolle spielen
müssen. Die neue Runde muss eine Entwicklungsrunde werden", so v.
Wartenberg. Aus der Sicht der Industrie gibt es zu einer weiteren
Stärkung der WTO und dem Ausbau multilateraler Handelsregeln keine
sinnvolle Alternative. "Wir brauchen ein gestärktes multilaterales
Handelssystem mit verbindlichen Regeln über internationale
Investitionen und Wettbewerbsfragen. Wir brauchen weitere
Zollsenkungen und Handelserleichterungen. Und wir brauchen eine
stärkere Liberalisierung des internationalen Dienstleistungs- und
Agrarhandels", forderte der BDI-Hauptgeschäftsführer. All diese
ehrgeizigen Ziele könnten nur im Rahmen einer breit angelegten
Verhandlungsrunde erreicht werden.
    
    
ots Originaltext: BDI
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