BDI Bundesverband der Dt. Industrie

BDI zum Abschluss des Petersberger Klimadialogs: "Weltweite Entscheidungsfindung verbessern"

Berlin (ots) -

   - Für verlässliche, international gültige Rahmenbedingungen
   - Auch energieintensive und klassische Industrien im Klimaschutz 
     innovativ
   - Diskussion über grüne und nicht-grüne Branchen kontraproduktiv 

"Die exportstarke deutsche Industrie drängt auf verlässliche, international gültige Rahmenbedingungen im Klimaschutz. Gerade deshalb ist es wichtig, wieder Vertrauen zu schaffen und die weltweite Entscheidungsfindung grundlegend zu verbessern." Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf anlässlich des Abschlusses des Petersberger Klimadialogs am Dienstag.

In diesem Zusammenhang widersprach Schnappauf den jüngsten Äußerungen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, der in einem Zeitungsbeitrag geschrieben hatte, eine Regierung könne nicht durch ein zu enges Verständnis der Wettbewerbsfähigkeit von energieintensiven Industrien Wettbewerbsvorteile in Zukunftsmärkten aufs Spiel setzen. "Wenn der Umweltminister meint, dass Deutschland für die so genannte grüne Wirtschaft eben die energieintensiven Industrien opfern müsse, liegt er falsch. Gerade die klassischen Industrien mit ihren Technologien sind es, die Windräder, Solarzellen und Elektroautos bauen. Eine Diskussion über mögliche Gewinner und Verlierer, über angeblich grüne und nicht-grüne Industrien, ist kontraproduktiv."

Energieintensive Industrien seien das Fundament gesamter Wertschöpfungsketten der deutschen Industrie - und damit von Arbeitsplätzen und Wohlstand. "Die Annahme, dass wir andere Staaten in Zugzwang brächten, wenn wir unsere eigenen Wertschöpfungsketten zerstörten, ist illusorisch", erläuterte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Der Erfolg des Industrielands Deutschland beruhe gerade auf gut funktionierenden Wertschöpfungsketten unter Einbeziehung der energieintensiven Industrien. Schnappauf: "Es gibt nur Nachteile für Klima und Wirtschaft, wenn Europa vorauseilt und niemand folgt."

Institutionen wie die G20, die G8 oder die OECD sollten künftig verstärkt genutzt werden, um die Klimaschutzverhandlungen im Rahmen der UN voranzutreiben. "Zentral ist, Investitionen in klimafreundliche Technologien zu fördern und die bilaterale Zusammenarbeit mit den wichtigen Schwellenländern zu stärken", so Schnappauf.

Die deutsche Industrie gebe mit ihren innovativen Technologien die richtige Antwort auf die großen Herausforderungen des Klimaschutzes, sagte Schnappauf. Die Politik müsse der Wirtschaft durch klare, langfristige, verlässliche Rahmenbedingungen Planungs- und Investitionssicherheit geben.

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