IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH

Gefahr der Altersarmut in neuen Bundesländern am größten
Vier von zehn Ostdeutschen sorgen nicht privat für das Alter vor

Hamburg (ots) - Knapp 40 Prozent der Ostdeutschen haben bisher keine Altersvorsorge getroffen. Angeführt wird die Liste der Vorsorgemuffel von Sachsen-Anhalt und Sachsen. Nur Mecklenburg-Vorpommern hebt sich als einziges neues Bundesland positiv ab. Drei von vier Einwohnern bilden hier finanzielle Rücklagen, um sich für die Rentenzeit zu wappnen. Ebenso viele betreiben in den westdeutschen Bundesländern Altersvorsorge. In Hessen und Bremen sparen sogar mehr als 80 Prozent für den Ruhestand. Das ergab die Studie "Verbraucherschutz durch Vergütungsmodelle im Finanzvertrieb" des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (www.imwf.de).

Bundesländer-Ranking: "Gefahr der Altersarmut in neuen Bundesländern 
am größten"

Bundesland (Anteil der Einwohner ohne finanzielle Vorsorge)
Berlin (42%)
Saarland (41%)
Sachsen-Anhalt (40%)
Sachsen (40%)
Thüringen (37%)
Brandenburg (35%)
Nordrhein-Westfalen (35%)
Hamburg (31%)
Schleswig-Holstein (31%)
Rheinland-Pfalz (28%)
Bayern (28%)
Niedersachsen (28%)
Mecklenburg-Vorpommern (26%)
Baden-Württemberg (26%)
Hessen (19%)
Bremen (17%)


Bevorzugte Geldanlagen in den alten Bundesländern sind die private 
Rentenversicherung und die betriebliche Altersvorsorge. Jeder dritte 
Befragte hat einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Die 
Einwohner in den neuen Bundesländern setzen stärker auf die 
Riester-Rente (32 Prozent). Doch insgesamt verbleibt mehr als ein 
Viertel der deutschen Bevölkerung, das nicht privat für das Alter 
vorsorgt. 

Um Vorsorgemuffel für die Gefahren der Altersarmut zu sensibilisieren, kann professionelle Beratung Unterstützung leisten. So sind beispielsweise nur 22 Prozent der Befragten, die generell auf Beratung in Finanzfragen verzichten, über die Riester-Rente informiert. Bei Personen, die sich bereits von einem Fachmann über Altersvorsorge aufklären ließen, klettert dieser Wert auf 46 Prozent. Zudem halten 42 Prozent von ihnen die finanzielle Absicherung im Alter für wichtig. Bei den Beratungs-Unwilligen sind es nur 20 Prozent.

In der gesamten Bundesrepublik hat sich bisher weniger als die Hälfte der Deutschen zum Thema Vorsorge beraten lassen. Erster Ansprechpartner ist meist der Versicherungsvertreter (43 Prozent). Aber auch Bankberater (25 Prozent) und unabhängige Versicherungsvermittler (18 Prozent) werden häufiger aufgesucht.

Die Beratung auf Honorarbasis ist hingegen die Seltenheit (vier Prozent). Zudem stößt sie sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern bisher auf wenig Zustimmung. Nur gut jeder sechste Deutsche wäre zur Zahlung von Honoraren bereit. Besonders die ältere Generation über 55 Jahre zeigt sich skeptisch.

Hintergrundinformationen:
Die repräsentative Studie "Verbraucherschutz durch Vergütungsmodelle 
im Finanzvertrieb" wurde im Auftrag von Canada Life, Standard Life, 
Stuttgarter Versicherung, Volkswohl Bund und Zurich Versicherung 
durchgeführt. Das IMWF Institut für Management- und 
Wirtschaftsforschung befragte dafür Ende April 2.088 Bundesbürger.

IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung
Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die 
Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für 
Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende 
Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die 
Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen 
oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem 
Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte 
zwischen Wissenschaft und Unternehmen geknüpft werden, die an 
fundierter Aufarbeitung relevanter Management- und Wirtschaftsthemen 
interessiert sind.
Dieses Netzwerk wird wesentlich durch Wilhelm Alms aufgebaut. Er hat 
als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Mummert Consulting 
vielfältige Erfahrungen mit der Umsetzbarkeit von 
Forschungsergebnissen in der Managementpraxis gesammelt und hat es 
sich zur Aufgabe gemacht, Brückenschläge zwischen Wissenschaft und 
Wirtschaft zu initiieren.
Wenn Sie an diesem Netzwerk partizipieren wollen, freut sich das IMWF
über Ihre Nachricht. Von wissenschaftlichen Partnern wird erwartet, 
nachweislich praxisorientierte Forschung leisten zu wollen. Im 
Gegenzug hierzu obliegt es den eingebundenen Unternehmen, relevante 
Fragestellungen zu formulieren und die Freiräume für die Aufarbeitung
dieser Themen zu gewährleisten

Weitere Informationen finden Sie unter www.imwf.de


 

Pressekontakt:

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Jörg Forthmann
Tel.: +49 40 22703-7787
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de

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