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Abhöraffäre bei der "taz"

Hamburg (ots) - Bei der "tageszeitung" (taz) sollen mithilfe eines so genannten Keyloggers hausintern Daten von Redaktionscomputern abgegriffen worden sein. Mit einem Keylogger können sämtliche Tastatureingaben an einem Rechner aufgezeichnet werden. taz-Chefredakteur Andreas Rüttenauer bestätigte gegenüber dem NDR Medienmagazin "Zapp" den Verdacht, sagte aber nicht, wer das getan haben soll. Rüttenauer sprach von "einem Mitarbeiter". Nach "Zapp"-Informationen steht offenbar der Journalist Sebastian Heiser im Mittelpunkt. Er hatte in dieser Woche mit schweren Vorwürfen gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" von sich reden gemacht. Laut Rüttenauer findet am kommenden Montag (23. Februar) eine taz-interne Anhörung statt, zu der der beschuldigte Mitarbeiter eingeladen ist.

"Zapp" hat versucht, den Journalisten Sebastian Heiser zu erreichen. Dies gelang aber weder telefonisch noch unter seiner E-Mail-Adresse bei der "tageszeitung". Das System meldet als Antwort "User unknown".

Sebastian Heiser hatte bundesweit Aufmerksamkeit erregt, weil er auf seinem privaten Blog heiserstimme.wordpress.com Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber "Süddeutsche Zeitung" erhoben hatte. Der "Süddeutschen Zeitung" warf er unter anderem vor, Schleichwerbung für Steuerhinterziehung veröffentlicht zu haben. Seine Anschuldigungen untermauerte er mit verdeckten Tonaufzeichnungen aus Redaktionskonferenzen und Einzelgesprächen, die er ebenfalls auf seinem Blog veröffentlichte. Rechtsexperten halten dieses Vorgehen für juristisch fragwürdig.

Mehr Informationen zu "Zapp" unter www.NDR.de/zapp

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