NDR Norddeutscher Rundfunk

NordwestRadio: Information und Kultur ab 1. November 2001

    Bremen (ots) - Das neue Informations- und Kulturprogramm von Radio Bremen und dem Norddeutschen Rundfunk, NordwestRadio, geht am 1. November 2001 auf Sendung. Es ersetzt die bisherige Kulturwelle Radio Bremen 2 und wird auf den UKW-Frequenzen 88,3 und 95,4 ausgestrahlt.

    NordwestRadio ist ein öffentlich-rechtliches Programmangebot neuen Typs mit klaren inhaltlichen und musikalischen Abgrenzungen. Es will eine eher heterogene, kleinere Zielgruppe von bisherigen Nichthörern oder Unzufriedenen erreichen, deren Interessen von den herkömmlichen Programmen wenig oder nicht konsequent genug berücksichtigt werden. Der Schwerpunkt liegt auf einer umfassenden regionalen Berichterstattung mit einer besonders starken Ausprägung in allen Bereichen des kulturellen Geschehens.

    Eine bislang in Deutschland nicht gesendete Musikmischung verbindet sehr viele und sehr unterschiedliche musikalische Genres zu einer Einheit von eher anspruchsvoller, aber harmonischer Klangfarbe.

    Der regional-kulturelle Schwerpunkt ist strukturell umfassend abgesichert und taucht in verschiedenen Sendeformen und Größenordnungen auf. Dabei wird die nötige Flexibilität zwischen festen Leisten und aktuellen Erfordernissen gewahrt. Die zahlreichen Gesprächszeiten (zur Person und zur Sache) bilden diesen Anspruch sehr deutlich ab und bieten überdies einen von den bekannten Programmen nur wenig beachteten Ansatz.

    Die Grundstruktur definiert sich nicht über die volle, sondern die halbe Stunde (Nachrichten um halb) und verbindet sowohl Magazin- als auch Blockformate. Diese bilden jeweils eine Einheit, die sich strukturell identisch dreimal pro Tag (morgens, vormittags, nachmittags) wiederholt. Auf diese Weise präsentiert das NordwestRadio im Vergleich zu anderen Kulturprogrammen in Deutschland ein zu jeder Tageszeit klar zu identifizierendes Programmangebot mit hohem Wiedererkennungswert.

    Die Schnittmenge, also die Abfolge unterschiedlicher Elemente nacheinander, ist dabei deutlich geringer als bei anderen Wellen und setzt bewusst Gegenakzente zu "schnellen" Programmen. Das gilt auch für besonders wort- bzw. musikdominierte Stunden.

    Der Wortanteil beträgt pro Stunde durchschnittlich 40 Prozent, wobei zu unterschiedlichen Tageszeiten im Layout festgelegte Schwankungsbreiten möglich sind. Das Programmangebot lässt sowohl gezieltes Einschalten als auch längeres Durchhören zu.

    Bei der Berichterstattung wird ein Gleichgewicht zwischen regionalen Zentren und dem Umland angestrebt. Um dem regionalen Anspruch des Sendegebietes umfassend zu genügen, hat der NDR drei neue Korrespondentenbüros in Vechta, Wilhelmshaven und Zeven eingerichtet.

    Das Programm begleitet das kulturelle Leben im Nordwesten nicht nur berichterstattend, sondern auch direkt abbildend mit Aufzeichnungen und Sendungen von Kulturveranstaltungen aller Art.

    Das Programm von NordwestRadio wird am Tage von drei Formaten geprägt:

    Kulturzeit, ein anspruchsvolles regionales Kultur-Magazin mit Berichten über kulturelle Veranstaltungen, Hintergrundgesprächen, Kulturkritik,  Reportagen und Analysen        Nordwestzeit, ein aktuelles Informationsmagazin mit Beiträgen aus dem Land Bremen und der Nordwest-Region

    Musikzeit, ein Magazin mit einer erlesenen Mischung unterschiedlicher Genres.

    Das Abend- und Sonntagsprogramm bietet u.a.:

    Lesezeit, montags bis freitags ab 18.30 Uhr, mit Weltliteratur in Fortsetzungen

    Literaturzeit, sonntags ab 15.35 Uhr, ein Magazin mit Besprechungen der wichtigsten neuen Bücher und Hörbücher

    Studio Nordwest, sonntags ab 19.05 Uhr, Informationen über Wissenschaft mit Studiogesprächen, öffentlichen Publikumsdiskussionen und Vorträgen.

    In den Abendstunden und am Wochenende laden spezifische Musik- und Wortangebote wie Mitschnitte von Konzerten und Vorträgen, Diskussionen und Lesungen sowie Features und Hörspiele zum gezielten Einschalten ein.

    Das Musik-Repertoire des NordwestRadios entspricht weder dem eines gängigen Hitradios noch dem eines elitären Nischenformats. Ausgewählte Klassik, Smooth-Jazz zum Fingerschnippen, anspruchsvoller Pop, "Wave-Music" und Swing gehören zum Standard-Repertoire. Das NordwestRadio bietet genreübergreifende Musik, die die Grenze zwischen E- und U-Musik auflöst: Popstar Paul Simon trifft auf Jazzkönigin Ella Fitzgerald, Pianist George Winston auf Wolfgang Amadeus Mozart, die Weltmusikerin Cesaria Evora von den Kapverdischen Inseln auf Sir Neville Marriner aus Großbritannien.

    Als tragende Stimme für die Vorspänne und Sendungskennungen konnte Dagmar Berghoff gewonnen werden.

    Grundlage für das NordwestRadio ist eine in dieser Form einzigartige öffentlich-rechtliche Zusammenarbeit der beiden ARD-Anstalten Radio Bremen und NDR im Hörfunkbereich: Das Programm wird von Radio Bremen produziert; die rundfunkrechtliche Verantwortung trägt der Intendant von Radio Bremen. Alle grundsätzlichen Fragen des Programms und seiner Inhalte in Musik und Wort sowie etwaige Änderungen werden im Einvernehmen der beiden Rundfunkanstalten geregelt. Im NDR ist der Direktor des Landesfunkhauses Niedersachsen für das NordwestRadio verantwortlich. Die Programmkosten von jährlich 12 Millionen DM tragen Radio Bremen und der NDR je zur Hälfte.

    NordwestRadio: Information und Kultur für das Land Bremen     und das nordwestdeutsche Niedersachsen     UKW Bremen 88,3 MHz     UKW Bremerhaven 95,4 MHz     im Kabel und über     Satellit Astra 1B, Transponder 19 sowie     Satellit Astra DVB-S, Transponder 71


ots Originaltext: NDR
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

NDR-Pressestelle
Iris Bents
Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
Tel. 040/4156-2304
Fax 040/4156-2199
i.bents@ndr.de

Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: NDR Norddeutscher Rundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: