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Deutscher Fernsehpreis: NDR mit mehreren Sendungen nominiert

Hamburg (ots) - Mehrere Sendungen des NDR sind für den Deutschen Fernsehpreis 2014 nominiert. In der Kategorie "beste Information" ist Moderatorin Anne Will für die nach ihr benannte politische Talkshow vorgeschlagen, außerdem Autor Hubert Seipel für das weltweit erste Fernseh-Interview mit Edward Snowden nach dessen Flucht aus Hong Kong. Den Deutschen Fernsehpreis als "beste Dokumentation" könnte der Film "The Voice of Peace" von Eric Friedler über den Friedensaktivisten Abie Nathan bekommen. Die internationale Koproduktion "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" ist in der Sparte "bester Mehrteiler Dokumentation" nominiert. Chancen auf die Ehrung als "Bester TV-Film" hat das Drama "Grenzgang" von Regisseurin Brigitte Maria Bertele mit Claudia Michelsen und Lars Eidinger. Der Deutsche Fernsehpreis wird am 2. Oktober im Kölner Coloneum verliehen, das Erste zeigt die Gala am 3. Oktober um 22.00 Uhr.

NDR Intendant Lutz Marmor: "Die Nominierungen spiegeln die große Vielfalt der NDR Produktionen wider: von der tagesaktuellen Information und der politischen Gesprächssendung bis zum hintergründigen Dokumentarfilm, vom spannenden, anspruchsvollen Fernsehfilm bis zum großen, mehrteiligen Doku-Drama. Schon die Nominierung ist eine Auszeichnung. Gratulation an alle Beteiligten!"

Anne Will führt seit September 2007 durch ihre politische Talkshow im Ersten - seit September 2011 ist sie mit einem aktuellen Thema der Woche mittwochs um 22.45 Uhr zu sehen. Die Sendung, die aus dem Studio Berlin-Adlershof kommt, ist eine Produktion der Will Media GmbH im Auftrag der ARD unter redaktioneller Federführung des NDR. Die Redaktion beim NDR hat Juliane von Schwerin. Für ihre Moderationen wurde Anne Will mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit der Goldenen Kamera und dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus. Einen Deutschen Fernsehpreis bekam Anne Will bereits 2006 - damals für ihren Einsatz in den "Tagesthemen".

Das exklusive Fernseh-Interview mit Edward Snowden, das weltweit für Aufsehen sorgte, hatte NDR Autor Hubert Seipel sechs Monate lang vorbereitet. Es fand in Moskau unter konspirativen Umständen statt. Snowden sprach darin über aktuelle Themen, die Folgen seiner Enthüllungen und beschrieb seinen Weg vom Wachmann bis zum wohl wichtigsten Whistleblower der Geschichte. Die Redaktion für die 30-minütige Fassung des Gesprächs, die im Januar im Ersten lief, hatten Patricia Schlesinger (Leitung), Dirk Neuhoff und Christoph Mestmacher-Steiner. Produzent war die CineCentrum Deutsche Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktion mbH. Hubert Seipel wurde bereits einmal mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet, 2006 für seine Dokumentation "Und du bist raus. Wie Investoren die Traditionsfirma Grohe auspressen".

In seinem Dokumentarfilm "The Voice of Peace" porträtierte Eric Friedler den Friedensaktivisten Abie Nathan, dessen Piratensender für Frieden und Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern warb, in einer filmischen Komposition aus Interviews und seltenem Archivmaterial. Die Redaktion für diese NDR Eigenproduktion hatte Patricia Schlesinger. Autor und Regisseur Eric Friedler sowie Cutterin Andrea Schröder-Jahn haben für den Film in diesem Jahr bereits den Grimmepreis und den Marler Publikumspreis bekommen.

Die achtteilige Doku-Drama-Serie "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" von Regisseur Jan Peter zeichnet ein neues Bild der "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive von Zeitzeugen, die ihre Erlebnisse in Tagebüchern, Aufzeichnungen und Feldpostbriefen festgehalten haben. Diese sind in aufwendigen Dramaszenen nachgestellt, eingebettet in dokumentarische Filmsequenzen. An der Produktion waren Filmschaffende aus 28 Nationen und Fernsehsender aus 18 Ländern beteiligt, darunter der NDR (Federführung), SWR, WDR und ARTE. Die Redaktion im NDR hatten Ulrike Dotzer (ARTE-Redaktion) und Alexander von Sallwitz. "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" erhielt in diesem Monat bereits den Sonderpreis der Jury des Robert Geisendörfer Preises 2014.

In "Grenzgang" - in diesem Jahr bereits mit dem Grimmepreis geehrt - erzählt Regisseurin Brigitte Maria Bertele vom Scheitern zweier desillusionierter Singles in der Provinz, dargestellt von Claudia Michelsen und Lars Eidinger. Das Buch schrieb Hannah Hollinger nach der Romanvorlage von Stephan Thome. "Grenzgang" ist eine Produktion der teamWorx in Koproduktion mit dem WDR (Federführung) und dem NDR, die Redaktion hatten Michael André (WDR) und Christian Granderath (NDR).

ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 verleihen den Deutschen Fernsehpreis seit 1999 gemeinsam. Die diesjährige Jury setzt sich zusammen aus Torsten Körner, Journalist, Klaudia Wick, freie Journalistin, Dieter Anschlag, Chefredakteur der Funkkorrespondenz, Christiane Ruff, Geschäftsführerin ITV Studios Germany GmbH, Lutz Carstens, Chefredakteur TV Spielfilm, Caroline Peters, Schauspielerin, Volker Weicker, freier Regisseur für Live Entertainment, Show & Sports, sowie Leopold Hoesch, Geschäftsführer Broadview TV GmbH.

Fotos: ARD-Foto.de

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