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Schwimmlegende Mark Spitz im ARD-Olympiastudio in Sydney: "Man könnte 100 Prozent aller Dopingsubstanzen testen"

Hamburg (ots) - Mark Spitz (50), siebenfacher Medaillengewinner 1972 in München, hat am Samstag (16. September) im ARD-Olympiastudio in Sydney gegenüber Moderator Michael Antwerpes (37) deutliche Worte zum Thema Doping gefunden. "Nach meiner Meinung könnte man 100 Prozent aller Substanzen testen, die die Leistung steigern." Doch daran habe keiner ein Interesse - weder IOC, Sponsoren noch die Medien. "Die Mittel, auf die nicht untersucht wird, die kennen die Sportler ganz genau - und die nehmen sie dann." Für eine solche Haltung der Athleten zeigte Spitz durchaus Verständnis: "Wenn ich heute im Becken wäre, dann würde ich auch etwas probieren angesichts des hohen Erwartungsdrucks und der Geldbeträge, um die es im Schwimmen mittlerweile geht." Doch gebe es auch Sportler, die bestimmt nicht dopen - so etwa der australische Superstar Ian Thorpe. Über ihn sagte Spitz: "Er erinnert mich an mich selbst." Ein Lob hatte Spitz für das deutsche Fernsehpublikum parat: "Die deutschen Zuschauer haben vielleicht ein wenig mehr Sportverständnis als die in den USA." Spitz ist seit einiger Zeit in der Telekommunikationsbranche tätig. Derzeit baue er eine neue Internet-Firma auf, sagte er. ots Originaltext: Norddeutscher Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Martin Gartzke 040 4156 2300 Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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