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NDR Norddeutscher Rundfunk

NDR Rundfunkrat gegen weitergehende Umverteilung von norddeutschen Gebührengeldern

Hamburg (ots)

In einer am Freitag, 30. Mai, gefassten Resolution
bezeichnet der NDR Rundfunkrat den einstimmig gefassten Beschluss der
ARD-Landesrundfunkanstalten zum künftigen internen Finanzausgleich 
des Senderverbunds als "tragfähiges Ergebnis" und "solidarische 
Lösung". Forderungen nach einer weitergehenden Umverteilung von 
norddeutschen Gebührengeldern erteilt das Gremium eine Absage; die 
programmliche Leistungsfähigkeit der Vier-Länder-Konstruktion NDR 
dürfe nicht weiter eingeschränkt werden.
Die vom NDR Rundfunkrat einstimmig beschlossene Resolution im 
Wortlaut:
"Der Rundfunkrat des NDR ist der Überzeugung, dass der einstimmig 
gefasste Kompromiss der Intendantinnen und Intendanten der ARD zum 
Finanzausgleich zwischen den Landesrundfunkanstalten ein tragfähiges 
Ergebnis darstellt. Dank zusätzlicher Anstrengungen der vier großen 
Rundfunkanstalten können die kleinen und mittleren Anstalten für die 
kommende Gebührenperiode entlastet werden. Der Rundfunkrat begrüßt, 
dass sich der NDR durch weitere bilaterale Leistungen zugunsten von 
Radio Bremen und des Saarländischen Rundfunks sowie über eine erhöhte
Kostenübernahme an ARD-Gemeinschaftseinrichtungen und durch seinen 
Beitrag zum ARD-internen Finanzausgleich an dieser solidarischen 
Lösung beteiligen wird.
Zugleich warnt der Rundfunkrat davor, den Norddeutschen Rundfunk 
durch standortpolitisch motivierte Forderungen in seiner 
programmlichen Leistungsfähigkeit weiter einzuschränken. Zum einen 
versorgt der NDR als Landesrundfunkanstalt der Länder 
Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg
strukturstarke wie strukturschwache Räume und garantiert damit eine 
gleichwertige Grundversorgung in Ost und West - ohne finanzielle 
Unterstützung von außen. Zum anderen leistet der NDR innerhalb der 
ARD einen wichtigen Beitrag zur regionalen Vielfalt und damit zum 
Erfolg des Gemeinschaftsprogramms "Das Erste".
Der Rundfunkrat  des Norddeutschen Rundfunks erteilt deshalb allen
Forderungen nach einer weitergehenden Umverteilung von norddeutschen 
Gebührengeldern eine Absage. Die Leistungskraft des NDR ist primär 
die Folge einer wirtschaftlich lebensfähigen Vierländerkonstruktion. 
Finanzielle Probleme in kleineren Landesrundfunkanstalten sollten 
primär im Rahmen von Kooperationen über Landes- und Anstaltsgrenzen 
hinweg gelöst werden. Der NDR steht für solche Lösungen auch in 
Zukunft als Partner zur Verfügung.
Der Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks unterstützt den 
einstimmig gefassten Kompromiss der Intendantinnen und Intendanten 
der ARD zum Finanzausgleich zwischen den Rundfunkanstalten. Er bittet
die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein 
und Hamburg, dass sie sich in diesem Sinne für die Interessen der 
Gebührenzahler in Norddeutschland einsetzen."
30. Mai 2008

Pressekontakt:

NDR Norddeutscher Rundfunk
NDR Presse und Information
Telefon: 040 / 4156 - 2300
Fax: 040 / 4156 - 2199

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