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"Anne Will" ab Januar mit Videotext-Untertiteln für Hörgeschädigte

    Hamburg (ots) - Die Talksendung "Anne Will" wird ab Januar 2008 mit Videotext-Untertiteln für Hörgeschädigte ausgestrahlt. Volker Herres, NDR Programmdirektor Fernsehen: "Mit der Untertitelung von 'Anne Will' ermöglichen wir gehörlosen oder hörgeschädigten Menschen, einer der wichtigsten politischen Sendungen im deutschen Fernsehen zu folgen. Am Sonntagabend bietet Das Erste damit jetzt eine lange Strecke mit untertitelten Sendungen an - von der 'Lindenstraße' über die Tagesschau und den Tatort bis hin zu 'Anne Will'." Zu empfangen sind die Untertitel auf der Seite 150 im ARD-Text. Die redaktionelle Verantwortung für "Anne Will" liegt beim NDR. Die erste Ausgabe des Sonntagstalks im neuen Jahr hat Das Erste am 6. Januar im Programm.

    Die Untertitelung einer Live-Sendung wie "Anne Will" stellt die Macher vor besondere Probleme: Es gibt kein Skript, an das sie sich halten können. Wie eine Diskussion sich entwickelt, können sie allenfalls erahnen. Die Untertiteler - sie sitzen in den Räumen der ARD-Text-Redaktion beim RBB in Potsdam - arbeiten mit der so genannten Doppeltastatur-Methode. Das bedeutet: Zwei Untertiteler arbeiten als eingespieltes Team zusammen und erstellen die Texte für die Unterzeilen abwechselnd im schnellen Wechsel. Olga Nisser vom NDR, die Redakteurin von "Anne Will": "Das erfordert eine hohe Konzentrationsfähigkeit und eine schnelle Auffassungsgabe ähnlich wie beim Simultandolmetschen." Dazu muss dann noch eine besondere Schnelligkeit am Keyboard kommen.

    Dennoch ist es unmöglich, alle Äußerungen in einer Live-Diskussion vollständig wiederzugeben. Es kommt vielmehr darauf an, die jeweiligen Botschaften zu vermitteln und die roten Fäden der Gespräche erkennbar zu machen. In der Zukunft könnte sich die Untertitelung leichter gestalten, wenn eines Tages zuverlässige sprachgesteuerte Systeme zur Verfügung stehen.

    21. November 2007 / MG

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