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Für Sie: Magersucht - immer mehr Kinder halten Diät

Hamburg (ots) - Diäten liegen bei den deutschen Teenies zur Zeit voll im Trend. Nach neuesten Forschungen hungern immer mehr junge Mädchen für die mutmaßliche Schönheit. Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge halten sich 90 von 100 Mädchen für zu dick", heißt es in einem Bericht der Frauenzeitschrift "Für Sie". Superschlanke Modells seine die Idole vieler junger Mädchen. Dabei birgt dieses Schönheitsideal nach Ansicht der Experten Risiken, die Kinder immer häufiger in Magersucht und Bulimie (Ess-Brech-Sucht) treiben können. Insbesondere dann, wenn die Diät zum einzigen Lebensinhalt werde und Kinder sich kasteiten, als sei der Körper ihr Feind. Zwar müsse nicht jede kindliche Diät zu Essstörungen führen, doch Eltern sollten gewisse Warnzeichen aufmerksam beachten. Ein Anzeichen für Magersucht ist es nach dem "Für Sie"-Bericht, wenn das Kind gemeinsame Mahlzeiten vermeidet und sich Ausreden wie "Ich habe schon woanders gegessen" häufen. Außerdem sollte als Alarmsignal gewertet werden, wenn das Kind seine Figur zu verstecken versucht, nur noch lange Pullover trägt, damit man seine dünnen Gelenke nicht sieht, und sich im Bad immer einschließt. Doch es kann auch schon ein Anzeichen für Magersucht sein, wenn die Gedanken inbesondere bei Mädchen nur noch ums Essen kreisen, oder wenn die Tochter zum Beispiel eingehend Kalorientabellen studiert und für die ganze Familie kocht, ohne selbst mitzuessen. Ein aufgedunsenes Gesicht, verquollene Augen und eingerissene Mundwinkel können im Übrigen ein Zeichen für Bulimie sein. Die Hamburger Psychologin Angelika Faas betont, dass eine kindliche Diät nicht zwangsläufig ein Drama sein muss. Wichtig sei allerdings, dass das Kalorienzählen nicht zur Manie werde. Der Körper muss ausreichend mit Nährstoffen versorgt und das von Kinderärzten empfohlene Mindestgewicht darf nicht unterschritten werden. Doch auch wenn das Kind schon an Magersucht leidet: Diät-Verbote bringen nichts. Essstörungen haben ihre Ursache meist in psychischen Schwierigkeiten. Kinder brauchen dann einfach die Rückendeckung ihrer Eltern und das Gefühl, so angenommen zu werden, wie sie sind - mit allen Makeln. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das kindliche Selbstbewusstsein wieder ins Gleichgewicht kommt und die Seele nicht hungern muss. ots Originaltext: Für Sie Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Für Sie Redaktionsbüro Jörg Mandt Tel.: 040/80 80 347-10 Original-Content von: Jahreszeiten Verlag, FÜR SIE, übermittelt durch news aktuell

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