Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

VKU zu den Strommarkt-Studien, die das BMWI heute veröffentlicht hat

Berlin (ots) - Die Gutachten, die das Bundeswirtschaftsministerium heute veröffentlicht hat, sind für den Verband kommunaler Unternehmen (VKU) der Auftakt zur notwendigen Debatte über das zukünftige Strommarktdesign. Aus VKU-Sicht bestehen erhebliche Zweifel an den Wertungen und Annahmen der Gutachter, insbesondere bei den Flexibilitätspotenzialen (u.a. Verbrauch großer Stromkonsumenten wie Fabriken, Stromimporte), die sehr hoch angesetzt wurden. Es gibt zwar durchaus Flexibilitätspotenziale, diese stehen aber zum großen Teil nur für sehr kurze Zeit(en) zur Verfügung. Zum Beispiel lässt sich der Stromverbrauch in der Industrie vielleicht für eine Viertelstunde reduzieren, darüber hinaus wird es allerdings schwierig. Zudem sollte man sich nicht auf Stromimporte verlassen, da die Spitzenlast in Nachbarländern zu ähnlichen Zeiten auftreten kann wie in Deutschland.

Die Gutachten werden nun durch andere Sachverständige überprüft dann gemeinsam diskutiert. Genau diese Diskussion sollte abgewartet werden, bevor man weitere Wertungen vornimmt. Für den Fall, dass das Wirtschaftsministerium Kapazitätsmechanismen allerdings für erforderlich hält, empfehlen die Gutachter übereinstimmend das vom VKU entwickelte Modell des Dezentralen Leistungsmarkts. Dieser führt übrigens zu geringeren Systemkosten (etwa 24 bis 27 Milliarden Euro) als ein Fortschreiben des Status Quo. Insofern sind auch die quantitativen Aussagen der Gutachten zu hinterfragen.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 250.000 Beschäftigten wurden 2011 Umsatzerlöse von rund 107 Milliarden Euro erwirtschaftet und fast 10 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 45,9 Prozent in der Strom-, 62,2 Prozent in der Erdgas-, 80,4 Prozent in der Trinkwasser-, 63,1 Prozent in der Wärmeversorgung und 24,4 Prozent in der Abwasserentsorgung.

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