Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

VKU begrüßt EU-Richtlinie zum Infrastrukturaufbau für alternative Kraftstoffe
Markt für alternative Fahrzeugantriebe bekommt Auftrieb

Brüssel (ots) - Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt die heutige Verabschiedung im Europäischen Parlament zur AFI-Richtlinie, um den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe EU-weit voranzubringen. Damit wurde das Ergebnis des Trilogs vom 26. März 2014 bestätigt. "Der übergreifende, flexible und bedarfsorientierte Ansatz für die Infrastruktur alternativer Mobilität ist der richtige Weg, um den Verbrauchern Wahlfreiheit zu bieten und alternative Kraftstoffe weiter zu fördern", so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. Diese erste europaweite Initiative im Verkehrssektor für die alternativen Kraftstoffe Elektromobilität, flüssiges und komprimiertes Erdgas (LNG, CNG), Wasserstoff und Biokraftstoffe soll insbesondere dazu beitragen, CO2-Emissionen zu reduzieren und die Abhängigkeit von Erdölimporten zu verringern. Der VKU hat den Richtlinienprozess eng begleitet und in seinen Positionen insbesondere auf Erleichterungen hingewirkt, die das Engagement der kommunalen Unternehmen im Bereich Elektro- und Erdgasmobilität weiter fördern.

In der Richtlinie nimmt die Elektromobilität als ein alternativer Kraftstoff eine wichtige Rolle ein. Reck: "Der VKU begrüßt, dass im Ergebnis unsere Forderungen nach einem bedarfsgerechten Aufbau von Ladeinfrastruktur aufgenommen wurde, orientiert an der Verfügbarkeit attraktiver Elektrofahrzeuge bis Ende 2020." Die Mitgliedstaaten legen nun individuell in nationalen Rahmenplänen fest, welche geeignete Anzahl an öffentlich zugänglichen Ladepunkten errichtet werden soll. "Um die Elektrofahrzeuge herum entstehen neue Märkte und Geschäftsmodelle, die auch kommunale Unternehmen erfolgreich besetzen - vor allem im Bereich der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum, in Parkhäusern und im privaten Bereich", sagt Reck. "Hier beherrschen kommunale Unternehmen alle Bausteine vom Aufbau, Service, Kundenmanagement sowie Abrechnung und vor allem die Integration in die smarte Energiewelt von morgen." Nach einer VKU-Umfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen (August 2013) wird zukünftig der Aufbau von Ladeinfrastruktur im privaten Bereich mit 55 Prozent einen deutlichen Schwerpunkt einnehmen, da Kunden neben Haushaltstrom immer stärker auch Mobilitätstrom bei ihren Stadtwerken nachfragen.

Die Richtlinie macht weitere Vorschriften rund um den Ladevorgang: So werden die notwendigen EU-weiten Standards vorgegeben, um die Interoperabilität mit dem Ladestecker Typ 2 (bzw. Typ 2 Combo) zu wahren. Bei Ladevorgängen an öffentlich-zugänglichen Ladestationen muss zudem eine intelligente Verbrauchserfassung nur dann verwendet werden, wenn dies technisch machbar und wirtschaftlich darstellbar ist. Die Mitgliedstaaten müssen auch sicherstellen, dass die Preisgestaltung an öffentlichen Ladestationen begründet, verständlich, vergleichbar, transparent und nicht diskriminierend ist.

Auch Erdgas spielt als alternativer Kraftstoff eine große Rolle, insbesondere bei Biogas und zukünftiger Methanisierung: Mit nahezu einer Million Fahrzeugen auf den Straßen und etwa 3.000 Tankstellen ist die Erdgastechnologie laut Europäischer Union bereits im allgemeinen Markt angekommen. Europaweit können Erdgasfahrzeuge auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen, die ohne Weiteres aus dem vorhandenen Erdgasverteilungsnetz in Europa versorgt und erweitert werden kann. "Auch kommunale Unternehmen sind in diesem Bereich erfolgreich aktiv", so Reck. "Die Potenziale der Erdgasmobilität sind groß, da wir über vollwertige Fahrzeuge mit attraktiven Reichweiten verfügen - das betrifft nicht nur den Individualverkehr, sondern auch den öffentlichen Personennahverkehr." Der VKU hatte sich in seiner Stellungnahme gegen starre Vorgaben für den Aufbau einer Tankstelleninfrastruktur ausgesprochen, da neben der Distanz zwischen den Tankstellen vor allem die Wahl der Standorte entscheidend ist. Die Richtlinie hält die Mitgliedsstaaten nun an, angemessene Ziele für ein dichteres Verteilungsnetz für CNG und LNG mit kürzeren Abständen zwischen Tankstellen, auch in städtischen Gebieten, aufzubauen. Für Wasserstoff gilt der Aufbau einer geeigneten Anzahl von Tankstellen bis Ende 2025 mit Schwerpunkt auf transeuropäische Straßennetzwerke.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 250.000 Beschäftigten wurden 2011 Umsatzerlöse von rund 107 Milliarden Euro erwirtschaftet und fast 10 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 45,9 Prozent in der Strom-, 62,2 Prozent in der Erdgas-, 80,4 Prozent in der Trinkwasser-, 63,1 Prozent in der Wärmeversorgung und 24,4 Prozent in der Abwasserentsorgung.

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