Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

Müllverbrennungsanlagen zur Tiermehlentsorgung bereit und ohne weiteres in der Lage

    Köln (ots) - Für eine tierseuchenhygienisch unbedenkliche und
zugleich ökologisch hochwertige Entsorgung von Tiermehl und
Tierfutter bieten sich in erster Linie die Müllverbrennungsanlagen
bzw. Müllheizkraftwerke als Einrichtungen kommunaler Daseinsvorsorge
an. Dabei erfüllen diese thermischen Abfallbehandlungs- und
verwertungsanlagen ohne weiteres die rechtlichen als auch die
technischen Voraussetzungen für eine gefahrlose Beseitigung des
Tiermehls, das mit Rücksicht auf mögliche Gefährdungen durch BSE
nicht länger zur Fütterung von Nutztieren verwendet werden darf.
    
    Dies stellte der für die "Thermische Abfallbehandlung und
-verwertung" zuständige Ausschuss der Fachverbände der kommunalen
Entsorgungswirtschaft VKS und VKU im Rahmen seiner Sitzung vom
13.12.2000 in Köln fest. Eigentümer und Betreiber der
Müllverbrennungsanlagen leisten insoweit ihren Beitrag zur
Bewältigung der vielschichtigen BSE-Problematik durch einen am
Gemeinwohl und dem Vorsorgeprinzip orientierten Lösungsansatz. Die
Verbrennung erfolgt bei 800 - 1100 °C; dabei werden Eiweißmoleküle
vollständig zerstört und in Wasser, Kohlendioxid und Stickoxide
umgewandelt. Bezüglich der BSE-Erreger bedeutet das eine vorsorgliche
und doppelte Absicherung und damit im Ergebnis eine den
verständlichen Sorgen der Bürger in vollem Umfang Rechnung tragende
sichere und verantwortliche Entsorgung. Auch der im Interesse der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Anlagen liegende
Arbeitsschutz bleibt uneingeschränkt gewährleistet. Besondere
Vorsichtsmaßnahmen sind insoweit für die Verbrennung von Tiermehl
nicht erforderlich.
    
    Bereits seit einigen Jahren wird ausländisches Tiermehl problemlos
verbrannt. Nunmehr haben z. B. die Müllverbrennungsanlagen bzw.
Müllheizkraftwerke in Ingolstadt, Iserlohn und Ludwigshafen auch mit
der Mitverbrennung von deutschem Tiermehl begonnen und stellen sich
damit der im Interesse aller Betroffenen und Beteiligten
wahrzunehmenden gesamtstaatlichen Verantwortung.
    
ots Originaltext: VKU
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