Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

VKU zur Berichterstattung über angebliche Keimbelastung von Trinkwasser: Trinkwasser nicht belastet!

Berlin (ots) - Verschiedene Medien berichteten gestern über eine Keimbelastung von Trinkwasser. Dabei beriefen sie sich auf Forschungen des Biofilm Centre der Universität Duisburg-Essen, das Proben aus Warmwasser-Systemen untersucht hatte. Der VKU weist daraufhin, dass kaltes Trinkwasser bei technisch einwandfreien häuslichen Wasserinstallationen und regelmäßigem Gebrauch der Zapfstellen hygienisch einwandfrei und daher von den Verbrauchern bedenkenlos zu trinken ist. Die Lieferung von Trinkwasser unterliegt strengen Qualitätsvorschriften und -kontrollen. Die deutschen Wasserversorger halten dabei die Anforderungen der Trinkwasserverordnung in über 99 Prozent aller Analysen ein. Zusätzlich überwachen viele kommunale Wasserversorger freiwillig die Rohwasserquellen. Damit ist Trinkwasser eines der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Das Biofilm Centre der Universität Duisburg-Essen verweist in seiner Pressemitteilung explizit auf die hohe Qualität des Trinkwassers, das die Wasserversorger liefern.

Die in der Untersuchung beschriebenen Belastungen wurden in Warmwasser-Proben der häuslichen Wasserinstallation festgestellt. Wird Trinkwasser zu Warmwasser müssen ganz bestimmte technische Vorgaben eingehalten werden, um die Trinkwasserqualität nicht zu beeinträchtigen.

Die häuslichen Wasserleitungen bis zum Zapfhahn fallen allerdings nicht in den Einflussbereich der Trinkwasserversorger. Die Wasserversorger liefern Trinkwasser bis zur Übergabestelle in den Häusern. Nach der Übergabestelle sind allein die Hauseigentümer für die weitere Einhaltung der gelieferten Trinkwasserqualität verantwortlich. Wird Trinkwasser unsachgemäß behandelt oder sind die privaten Hausleitungen schlecht gewartet, besteht grundsätzlich Verkeimungsgefahr in der häuslichen Wasserinstallation. Gründe dafür sind zumeist zu niedrige Temperaturen in Warmwassererzeugungsanlagen und zu geringe Durchflussgeschwindigkeiten. Hygieneexperten weisen regelmäßig darauf hin, dass gerade Warmwasseranlagen häufig zu niedrig eingestellt sind. So werden Legionellen erst oberhalb einer Temperatur von 55 Grad Celsius abgetötet. Auch übertriebenes Wassersparen unterstützt die Verkeimung, da Wasserstagnation in Verbindung mit Wärme die Keimbildung unterstützt.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in der Abwasserentsorgung.

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