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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Jagd auf Wölfe gefordert Sachlich bleiben Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots) - Noch ist der Wolf in Nordrhein-Westfalen nicht sesshaft geworden, doch über kurz oder lang werden sich rund 200 Jahre nach der Ausrottung, ähnlich wie in Niedersachsen und im Osten Deutschlands, Rudel niederlassen. Das ist mit Blick auf den fortschreitenden Flächenfraß, intensive Landwirtschaft und immer dichtere Besiedelung eine überraschende Erfolgsgeschichte in der Artenrückkehr. Doch in einem so dicht besiedelten Bundesland wie Nordrhein-Westfalen mit so vielen unterschiedlichen Interessen darf die Freude über die Rückkehr des Wolfes nicht dazu führen, dass eine sachliche Debatte über die Folgen verhindert wird. Derzeit wird jedoch vor allem emotional diskutiert. Entweder Willkommenskultur oder Abschuss. Das Ergebnis: Sorgen und Ängste, ebenso wie Ansprüche und Forderungen aller Interessensgruppen geraten aus dem Fokus. Dabei benötigt Nordrhein-Westfalen genau jetzt, bevor Wolfsrudel in der Region sesshaft werden, einen Plan, um professionell und verantwortungsvoll auf die Rückkehr des Wolfes reagieren zu können. Dieser Plan darf jedoch nicht nur bis zu den Grenzen des Bundeslandes reichen, sondern muss darüber hinaus gehen. Um die Interessen der nordrhein-westfälischen Bevölkerung mit den Ansprüchen von Naturschützern, Landwirten und Jägern sowie der Wölfe in Einklang bringen zu können, sind Pläne nötig, die sowohl die Situation in Deutschland, als auch die anderer europäischer Länder umfassen, in denen Wölfe heimisch sind. Ob dieser Plan auch den Abschuss der Raubtiere beinhaltet, muss wissenschaftlich untersucht werden.

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