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Neue Westfälische (Bielefeld): Streit um Vorstandsposten bei der Bahn Zeichen setzen Wolfgang Mulke, Berlin

Bielefeld (ots) - Spitzenpositionen in der deutschen Wirtschaft werden nach wie vor zu selten mit Frauen besetzt. Offenkundig bleiben die Manager entgegen vieler guter Worte lieber unter sich, wenn es darauf ankommt. Deshalb sind Vorreiter erwünscht, die zeigen, dass es genügend fähige Frauen gibt, die auch große Konzerne führen können. Bei der Deutschen Bahn könnte der Eigentümer, der Bund, ein gutes Zeichen setzen. Zwei Vorstandsposten sind hier vakant. Mit der Informatikprofessorin Sabina Jeschke gilt eine Frau als gesetzt. Sie könnte das Ressort Digitalisierung übernehmen. Um den zweiten Job wird im Aufsichtsrat, der für die Besetzung zuständig ist, noch gerangelt. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries, selbst bis zur Ernennung in diesem Gremium vertreten, macht sich öffentlich für eine zweite Frau im Vorstand stark. Doch Bahnchef Lutz und ein Teil des Aufsichtsrates neigen zu einen internen Karrieresprung für den bisherigen Chef der Cargosparte, Jürgen Wilder, zum Vorstand für den Güterverkehr. Da die Bahn im Schienengüterverkehr seit Jahren rote Zahlen schreibt und ihre Gegenstrategie erst kürzlich über den Haufen werfen musste, erscheint diese interne Lösung nicht gerade zwingend. Hier könnte der Aufsichtsrat durchaus nach einer gut geeigneten Alternative suchen und dabei einer weiteren Frau den Vorzug geben. Dafür mag nicht jeder Verständnis aufbringen. Aber wenn die Gleichberechtigung in die Chefetagen einziehen soll, muss es solche Vorreiter geben.

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