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Neue Westfälische (Bielefeld): Rommel-Kaserne behält ihren Namen Klares Signal Dirk-Ulrich Brüggemann

Bielefeld (ots) - Mit einer solch klaren Positionierung der Verteidigungsministerin hatte keiner gerechnet. Am Rande des Tags der Bundeswehr in der Senne hat Ursula von der Leyen deutlich gemacht, dass der Name des Augustdorfer Standortes nicht geändert wird. Damit hat sie ein klares Signal gesetzt und dem Wunsch der Soldaten und der Gemeinde entsprochen. Diese Entscheidung ist in Ordnung und muss akzeptiert werden. Natürlich liegt die oberste Dienstherrin aller deutschen Soldaten richtig, wenn sie von der Bundeswehr das Bekenntnis fordert, nicht in der Tradition der Wehrmacht zu stehen. Und vielleicht steht auch der eine oder andere Kasernenname nach intensiver Prüfung zur Disposition. Aber der Streit um die Rolle Erwin Rommels als Namensgeber für den größten Heeresstandort am Rande der Senne sollte beigelegt werden. Rommels Rolle lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei klären. Allerdings ist die Ministerin deutlich, wenn sie sagt, dass der ehemalige Generalfeldmarschall seinen Platz im Widerstand gegen das Regime der Nationalsozialisten gehabt hat. Das muss reichen. Wichtig ist, dass alle in die Entscheidung bei einer Namensänderung mit eingebunden werden. Dazu gehören die Bürgermeister genauso wie die Stadt- und Gemeinderäte und auch die Soldaten, die in den Kasernen leben. Auch wenn in militärischen Liegenschaften andere Regeln gelten und sie nicht ohne weiteres für jedermann zugänglich sind, so sind sie doch ein Teil der kommunalen Infrastruktur und ein Teil der Städte und Gemeinden, in deren Gebiet sie liegen.

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