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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Wissenschaftler fordert die Rettung des Dorfes Unterstützung für das Landleben Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots) - Kaum eine andere Spezies ist mit so vielen Vorurteilen behaftet wie das Landei. Doch auch wenn Opa weniger Zähne im Mund, als Trecker in der Garage hat, die ganze Familie für die Ernte Urlaub nehmen muss oder die Parkplätze der Berufsschule mal wieder mit Treckern zugestellt sind, können wir Landeier herzlich über Vorurteile lachen, weil uns das Leben auf dem Land darauf vorbereit hat. Das Leben auf dem Land macht glücklich und ist trotzdem nicht immer zum Lachen. Jedes Landei weiß, dass man sich anders als Großstädter nicht auf den öffentlichen Nahverkehr, die digitale Infrastruktur oder die medizinische Versorgung verlassen kann. Hinzu kommen lange Wege, um zur Schule, Uni oder Arbeit zu gelangen oder um Theater, Schwimmbad oder Kino zu erreichen. Trotz dieser Schwierigkeiten lebt die Hälfte der deutschen Bevölkerung in der Provinz. Dörfer sind demnach wesentlicher Bestandteil der deutschen Kultur und Gesellschaft und haben eine Zukunft, wenn der Staat kleine Gemeinden ebenso unterstützen würde wie große Städte. Mobile Ärzte, Bibliotheken und Supermärkte reichen einfach nicht aus, um eine Dorfgemeinschaft zu versorgen und junge Menschen dauerhaft an ihre Heimat in der Provinz zu binden.

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