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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Manipulation von Fahrtenschreibern Ruhezeiten schützen alle Stefan Boes

Bielefeld (ots) - Die Manipulation von Fahrtenschreibern ist ein kriminelles Vorgehen, das tödliche Folgen haben kann. Gezielt und systematisch fälschen Spediteure und Fahrer, vor allem ausländische, die digitalen Kontrollgeräte. So können die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten umgangen werden, was den Speditionen Wettbewerbsvorteile bringt - und den Fahrern subjektive Autonomie. Natürlich erschweren die vorgeschriebenen Arbeits- und Ruhezeiten einen eigenen Arbeitsrhythmus und individuelle Freiheit der Fahrer. Doch die nach wie vor hohen Unfallzahlen mit Güterkraftfahrzeugen - 29.480 Unfälle im Jahr 2015 - zeigen, dass die Vorschriften notwendig sind. Ist ein Fahrer wegen mangelnder oder falsch geplanter Pause übermüdet, erhöht sich das Unfallrisiko signifikant. Die starren Vorgaben schützen die Lastwagen- und Busfahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Nicht zuletzt wird durch Lenk- und Ruhezeitvorschriften auch eine Harmonisierung des Wettbewerbs erreicht, da sie für alle Transportunternehmer verbindlich sind. Wenn kriminelle Spediteure betrügen, haben anständige Spediteure das Nachsehen und leiden wirtschaftlich. ADAC und Bundesamt für Güterverkehr liegen also richtig, wenn sie mehr Kontrollen fordern. Natürlich braucht es dafür mehr Personal, damit es nicht bei einer gut gemeinten Ankündigung bleibt. Es geht darum, mehr Sicherheit auf den Straßen für alle zu erreichen. Die Zahl der bei Unfällen mit Güterkraftfahrzeugen getöteten Menschen steigt seit 2013 wieder an.

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