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Neue Westfälische (Bielefeld): Kinder an der Armutsschwelle Mehr Einsatz für die Zukunft Amelie Förster

Bielefeld (ots) - Laut dem Deutschen Kinderhilfswerk sind insgesamt drei Millionen Kinder in Deutschland von Armut betroffen, in ganz Europa sind es 19 Millionen. In Europa? Ja, Sie haben richtig gelesen. Europa, das aufgrund seiner demografischen Entwicklung der vergangenen Jahre in den nun kommenden Jahren von seinem Nachwuchs abhängig sein wird. Eine Zeit lang wurden immer weniger Kinder geboren, immer mehr davon leben im Armut. Diese Rechnung geht nicht auf. Die Probleme setzen aber nicht nur bei der demografischen Entwicklung an, sondern auch an anderer Stelle an. Wie die Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen, ist jedes siebte Kind in Deutschland von Hartz IV abhängig. Die im Hartz IV geregelten Leistungen, die dem Bildungs- und Teilhabegesetz entstammen, sind nicht ausreichend. Die angekündigte Neuberechnung der Regelsätze müsste demnach eine Verbesserung bringen, um die gleichberechtigte Teilhabe der Kinder nun zu ermöglichen, denn die war ja ursprünglich das Ziel des Pakets. Die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann fordert eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze für Kinder und damit auch eine langfristige Kindergrundsicherung. Dass die Gelder allerdings nicht in die Hände der Kinder gelangen, sondern in die der Eltern, ist eine Tatsache. Und ob diese das Geld dann einsetzen, um den eigenen Nachwuchs abzusichern, bleibt fraglich. Es muss also eine Instanz her, die den vermutlich überforderten Eltern den Weg in die richtige Richtung zeigt. Eine Instanz, die sich einmischt, eine mit "Hauruck"-Mentalität: So wie die, die sich während der Flüchtlingswelle im Ehrenamt in Europa entwickelt und auch in OWL Wellen geschlagen hat. Wir sind also alle gefragt, wenn es darum geht Europas Zukunft zu gestalten.

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