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Neue Westfälische (Bielefeld): Misstrauensvotum gegen Dreyer gescheitert Murphys Gesetz Dieter Wonka, Berlin

Bielefeld (ots) - Die Krise ist rechnerisch überstanden, politisch bleibt die Blamage an der zur SPD-Hoffnungsfrau hochstilisierten Malu Dreyer kleben. Tricks, Blauäugigkeit und Beurteilungsfehler bei den Verantwortlichen bis hinauf in die Staatskanzlei sind mit dem Pannen-Hahn verknüpft. Um ein Haar hätte ein chinesischer Scharlatan beim Kauf des defizitären Provinzflughafens das Land zum Nachteil der Staatskasse über den Tisch gezogen und die Mainzer Landesregierung der großen Lächerlichkeit preisgegeben. SPD, Grüne und - nicht unerwartet - auch die neu zu Ministermacht aufgestiegene FDP haben gestern nicht die Hand zum eigenen Rausschmiss gereicht. Wen wundert's. CDU und AfD bleiben vorerst auf den Oppositionsbänken sitzen. Erleichtert wurde das Koalitions-Ja in eigener Sache - vier Monate nach der knapp gewonnenen Wahl - durch die penetrante Neigung von CDU-Oppositionsführerin Julia Klöckner, sich wieder mehr als frustrierte Klagefrau und nicht als Konkurrentin mit Plan und Profil in Szene zu setzen. Jetzt wird deutlich, wie leichtfertig es war, Malu Dreyer als bodenständige Überfrau zu bewerben. Wer bei der Liquiditätsüberprüfung eines Geschäftspartners trotz eingekaufter externer Expertise nicht einmal warnenden Hausfrauenverstand beweist, der ist eben auch nur Mittelmaß. Offenbar hat Murphys Gesetz die Sozialdemokratie fest im Griff. Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Parteichef Sigmar Gabriel verfolgt die unheimliche Serie nahezu permanent. Und jetzt ist auch Malu Dreyer auf den Boden der unerfreulichen Wirklichkeit angekommen.

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