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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Demokratische Parteien verlieren Mitglieder Aufruf an die Jungen Thomas Seim

Bielefeld (ots) - Die Parteien in Deutschland verlieren immer mehr Mitglieder. Was hat das mit dem Brexit - dem britischen Austrittsbegehren aus der EU - zu tun? Mehr als man denkt: An beiden Themen zeigt sich, wie sehr die in Parteien organisierte Politik sich wegbewegt von der nächsten Generation. Die so genannte etablierte Politik hat sich eingerichtet in den komplexen und komplizierten Mechanismen der Demokratie. Die Generationen der "Ab-50-Jährigen" - Autor eingeschlossen - ist gut und fest in der Demokratie verankert, managt den Alltag und stellt sich den Problemen im Detail. Dafür stehen die Parteien mit ihrer Mitgliederstruktur. Seit dem Referendum der Briten zum Brexit allerdings wissen wir, dass den Älteren die Jungen bei der Bewältigung des Alltags reichlich gleichgültig sind. Sie definieren Erfordernisse der Politik vor allem an ihren eigenen Interessen. Das ist bitter für die Jungen. Die Alten sind halt in der Mehrheit und so geht eben Demokratie. Aber Zukunft lässt sich so nicht gewinnen. Das ist das Problem der etablierten Parteien beim Werben um neue Mitglieder. Und das gilt auch in Deutschland. Den Jungen wiederum muss man zurufen, dass ihre Gleichgültigkeit zu solchen ver- und entrückten Mehrheiten der Alten führen, wie wir es beim Brexit gerade erleben. Man muss ihnen abverlangen, dass sie sich für Politik zu interessieren beginnen, Verantwortung übernehmen - und sich engagieren. Auch in den Parteien.

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