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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar IS-Terroristen planten offenbar Anschlag in Düsseldorf Den Fahndungsdruck erhöhen Matthias Bungeroth

Bielefeld (ots) - Wie sicher ist es in Frankreich, wenn sich ab dem 10. Juni dort vier Wochen lang die europäische Fußballwelt trifft, um ihr Meisterteam zu ermitteln? Diese Frage scheint die Öffentlichkeit aktuell am meisten umzutreiben. Bis heute. Da wird bekannt, dass es konkrete Hinweise auf eine geplanten Anschlag islamistischer Terroristen gibt, der in der Düsseldorfer Altstadt geplant gewesen sein soll. Wären die laut den Ermittlungen bereits seit 2014 bestehenden Pläne des islamistischen Terrornetzwerks Islamischer Staat (IS), dass sich zwei Selbstmordattentäter in einer vielbesuchten U-Bahn-Station in die Luft gesprengt hätten Wirklichkeit geworden, hätte Deutschland wohl ein blutiges Drama erlebt. Dazu ist es zum Glück nicht gekommen. Und die Sicherheitsbehörden arbeiten grenzübergreifend daran, dass dies so bleibt. Ebenso, wie sie alle Kraft darauf verwenden, in Frankreich eine für alle Beteiligten sichere Fußball-Europameisterschaft zu gewährleisten. Die jüngsten Erkenntnisse, die bei Vernehmungen in Frankreich gewonnen wurden, zeigen mehrerlei: Die Gefahr terroristischer Anschläge der islamistischen Szene ist in Europa zur täglichen Realität geworden. Der Bedarf, den internationalen Fahndungsdruck auf potenzielle Täter zu erhöhen, ist deshalb mehr denn je gegeben. Dazu gehört auch ein zügiger Datenaustausch aller Ermittler über Staatsgrenzen hinweg. Aber: Die freiheitliche Gesellschaft darf sich durch die Gefahr nicht paralysieren lassen. Denn dies ist das Ziel aller Terroristen.

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