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Neue Westfälische (Bielefeld): Ermittlungen gegen Frankreichs Expräsidenten Sarkozy in Not Peter Heusch, Paris

Bielefeld (ots) - Es wird eng für Frankreichs Expräsident Nicolas Sarkozy, der von einer Rückkehr in den Élysée-Palast träumt. Die Staatsanwaltschaft leitete ein offizielles Ermittlungsverfahren wegen illegaler Wahlkampffinanzierung gegen ihn ein. Es ist die zweite Affäre, in der dem Politiker nun ein Prozess droht, nachdem er bereits der Bestechung eines hohen Justizbeamten beschuldigt wurde. Sarkozy allerdings weist alle Vorwürfe von sich und beteuert, eine weiße Weste zu haben. Sicher, alles andere wäre eine Überraschung. Aber schon in der schlagzeilenträchtigen Bettencourt-Affäre wurde er trotz lächerlicher Beweislage vor den Kadi gezerrt - und am Ende freigesprochen. So bleibt angesichts des Eifers, mit dem die Justiz dem Expräsidenten nachstellt, ein gewisses Geschmäckle. Tatsächlich laufen neben den beiden Ermittlungsverfahren noch fünf weitere Untersuchungen, die den aktuellen Oppositionsführer direkt oder indirekt betreffen. Spanisch kommt das mittlerweile nicht nur seinen Anhängern, sondern selbst seinen Parteirivalen vor. Ausgerechnet Alain Juppé, Sarkozys schärfster Konkurrent um die konservative Präsidentschaftskandidatur, pochte inzwischen nachdrücklich auf die Unschuldsvermutung. Doch dünne Beweislagen her, Unschuldsvermutung hin - der Dauerärger mit der Justiz schädigt Sarkozys Ruf. Seine Chancen, noch einmal das höchste Amt im Staat zu erobern, sind mit der Einleitung dieses zweiten Verfahrens weiter gesunken. Der Verdacht, dass genau dies die Absicht der Ankläger ist, ändert daran wenig.

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