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Neue Westfälische (Bielefeld): Sanders und Trump bei US-Vorwahlen erfolgreich Zu früh für Panik Dirk Hautkapp, WASHINGTON

Bielefeld (ots) - Obwohl die Meinungsforschung das Beben seit Monaten stabil vorausgesagt hatte, stand Amerika mit weit aufgerissenen Augen vor der politischen Andreas-Falte, die sich nach den Vorwahlen in New Hampshire auftut: Die Kantersiege des New Yorker Bau-Unternehmers Donald Trump bei den Republikanern und des sozialdemokratisch getakteten Senators Bernie Sanders auf demokratischer Seite stehen für einen Stinkefinger. Die Wähler beider großen Parteien haben die Geduld mit der eingefahrenen Werkstatt Washingtons und den herkömmlichen Technikern der Macht verloren. Noch ist Zeit, um zu reagieren. Für Panik besteht angesichts des Marathons, den das Auswahlverfahren für die Kandidaten vorsieht, kein Grund. Für die Anti-Trump-Front und die konsternierten Hillary-Clinton-Anhänger ist der Handlungsdruck ab sofort aber enorm. Beide Lager müssen das Zeitfenster bis zu den Super-Wahltagen 1. und 15. März nutzen, wenn knapp 20 Bundesstaaten wählen. Hillary Clinton hat die Chance, durch Siege in Nevada und South Carolina das "Bernie"-Fieber zu lindern. Hier steht die Ex- First-Lady bei wichtigen Wählergruppen - Afro-Amerikanern und Latinos - hoch im Kurs. Bei den Republikanern ist die Lager prekärer. Durch die von Übertreibungen, Hetze, Lügen, Verleumdungen und substanzlosen Parolen geprägte Angstmacher-Politik Donald Trumps steigt der Druck auf die übrigen Möchtegern-Präsidenten. Die republikanische Partei sucht nicht weniger als einen Königsmörder. Freiwillige vor!

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