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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Erfolgreiche Revision gegen das Torurteil Hoffnung fürs Ehrenamt Dirk-Ulrich Brüggemann

Bielefeld (ots) - Dass ehrenamtliche Vorstandsmitglieder und auch Organisatoren von Jugendfußballturnieren für Gefahren zur Verantwortung gezogen werden, die nicht einmal die Mitarbeiter des technischen Überwachungsvereins bemängelt hatten, hat zu Recht für einen Aufschrei der Empörung unter den Angehörigen von Sportvereinen gesorgt. Die beiden Urteile des Amts- und des Landgerichts Detmold haben dafür gesorgt, dass viele Betreuer von Jugendmannschaften ihr Amt niedergelegt haben, weil sie bei den Sportveranstaltungen mehr oder weniger mit einem Bein im Gefängnis gestanden haben. Und diese Entscheidungen der Ehrenamtlichen sind nachvollziehbar. Kein Betreuer geht gern das Risiko ein, vor Gericht haftbar gemacht zu werden, wenn es zu einem Unfall kommen sollte. Insofern gibt das Urteil des Oberlandesgerichts den Ehrenamtlern Hoffnung. Natürlich ist es ein schwieriges Unterfangen, eine Mannschaft D-Jugend-Fußballer im Zaum zu halten, wenn sie während eines Turniers aufgeregt auf ihren nächsten Einsatz warten. Hier sind alle Beteiligten gemeinsam in der Verantwortung: Die Ausrichter, die Betreuer aller Mannschaften, die mitreisenden Eltern. Sie sind die diejenigen, die lenkend eingreifen müssen. Ihnen obliegt auch die Aufsichtpflicht, die nicht beim Betreten einer fremden Sporthalle an die dortigen Organisatoren des ausrichtenden Vereins abgeben werden darf. Aber selbst, wenn sie alle sich Mühe geben: Unfälle wird es im Sport auch künftig geben.

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