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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Lübbecker Schule wird für Flüchtlinge geräumt Die Not der Kommunen Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots) - Die Entscheidung des Kreises Minden-Lübbecke, eine Schule im laufenden Betrieb für die Unterbringung von Flüchtlingen zu räumen, wird die aufgeheizte Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen weiter befeuern. Die Jahn-Realschule in Lübbecke läuft zwar in zwei Jahren aus, doch die verbliebenen 150 Schüler der neunten und zehnten Klassen hatten bereits gestern ihren letzten Schultag in ihrem gewohnten Umfeld. Nach zweitägigem Unterrichtsausfall findet der Unterricht für die Realschüler ab Montag in einer anderen Schule statt, während 300 Flüchtlinge am Wochenende ein Obdach in ihrer Schule finden. Diese Entscheidung wird nicht nur im Kreis Minden-Lübbecke, sondern in der gesamten Region für Unmut sorgen. Dieser Ärger kann aber auch eine Chance sein, um Verantwortlichen deutlich zu machen, dass den Kommunen ein Kollaps der Infrastruktur droht, wenn in dem Tempo immer weitere Notunterkünfte eröffnet werden. Das wird auf Dauer nicht nur zu Problemen bei der Gebäudesuche führen, sondern vor allem bei der Akquirierung von Personal. Flüchtlinge müssen nicht nur untergebracht, sondern vor allem betreut werden.

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