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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Flüchtlingstragödie in Österreich Schluss mit der Rechnerei Anna Steinmeier

Bielefeld (ots) - Bis zu 50 Menschen sind in Österreich in einem Kühltransporter erstickt bei ihrer Flucht durch Europa. Auch diese Nachricht ist nur ein Tropfen in der Nachrichtenflut, die derzeit über uns hereinbricht. Wie viele einzelne Flüchtlinge derzeit ertrinken, verhungern, an Erschöpfung sterben, mag man sich nicht ausmalen. Was uns erreicht, sind Zahlen. Und so behandelt die Regierung das Problem auch. Ein Zahlenproblem. Wie viele Flüchtlinge kann Deutschland ertragen? Welcher Staat nimmt wie viele Flüchtlinge auf? Auch auf dem Westbalkan-Gipfel in Wien wurde wieder gerechnet. Welche Länder haben noch nicht genug aufgenommen und stehen damit in der Pflicht? Gerechnet hat vermutlich auch der Schleuser, als er die 50 Menschen in seinen Lkw pferchte. 50 Menschen, die keinen anderen Ausweg sahen, als in diesen Transporter zu steigen. Diese Rechnerei muss aufhören! Flüchtlinge sind Menschen und keine Zahlenbeträge, die man schönrechnen und herumschieben kann. Die Regierungen müssen aufhören, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, sondern endlich handeln. Zum Beispiel, indem sie legale Wege zur Einreise schaffen. Leider war der Balkangipfel auch wieder nur eine Herumrechnerei. Die Toten in Österreich werden also nicht die letzten Zahlen für die Statistik sein.

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