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Neue Westfälische (Bielefeld): Steigende Verwaltungskosten bei den Jobcentern Bürokratie abbauen Christina Zimmermann

Bielefeld (ots) - Es ist ein Armutszeugnis für das Bundesarbeitsministerium. Gelder für die Förderung von Langzeitarbeitslosen fließen seit Jahren in den Verwaltungskostenetat. Tendenz steigend. Allein 2014 schichteten die Jobcenter in OWL 17 Prozent der Eingliederungstitel um. Und das, obwohl auch die Mittel für Langzeitarbeitslose seit Jahren rückläufig sind. Spart die Agentur für Arbeit also an Hartz-IV-Empfängern? Ganz so einfach ist es nicht. Die Grenzen zwischen den Maßnahmen, die aus dem Verwaltungsetat bezahlt werden, und denjenigen, die über die Eingliederungstitel laufen, verschwimmen oft. Jobcenter, die Maßnahmen in Eigenregie durchführen, bezahlen diese aus dem Verwaltungsetat. Das und intensive Beratungsangebote führen zu höheren Verwaltungskosten, kommen aber Langzeitarbeitslosen zugute. Man müsste also konkret aufschlüsseln, wofür die Gelder umgeschichtet wurden. Trotzdem muss etwas passieren. Der Ansatz für den Verwaltungsetat ist seit Jahren zu niedrig. Das zeigt die Entwicklung der Kosten, die stetig steigen. Die Jobcenter brauchen ausreichend Mittel, um Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Weniger Bürokratie ist ein Ansatz. So hat das Personal mehr Zeit, um sich um individuelle Betreuung zu kümmern. Genau das ist es, was Menschen brauchen, die lange Zeit vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen waren.

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