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Neue Westfälische (Bielefeld): Gewaltspirale in Ferguson Verhärtete Fronten Dirk Hautkapp, Washington

Bielefeld (ots) - Man kann es wirklich nicht anders sagen: Die Behörden in Ferguson, der Kleinstadt bei St. Louis, haben die schwarze Bevölkerung über Jahre wie Bürger dritter Klasse behandelt, regelrecht ausgeplündert und damit Recht und Verfassung gebeugt. Die zentrale Frage, wie sich dieser Hardcore-Rassismus in der DNA einer mehrheitlich schwarzen Stadtgesellschaft etablieren und geräuschlos halten konnte und ob es mit dem Austausch von ein paar führenden Köpfen getan sein kann, wird nach der letzten Nacht aber wieder in den Hintergrund treten. Schüsse auf Polizisten ersticken in Amerika jede Diskussion über den exzessiven Missbrauch von Macht. Schüsse auf Polizisten verhärten Frontverläufe. Sie bestätigen nicht nur in Ferguson verbreitete Vorurteile in der weißen Bevölkerung über die Schwarzen - auch wenn die Täter noch nicht ermittelt sind. Die Folge wird eine gefährliche Bunkermentalität sein. Wir gegen die. Mit der Furcht im Hinterkopf, Freiwild zu sein, schießen Polizisten (noch) schneller. Irgendwer muss die Wogen glätten, bevor die Lage weiter eskaliert und Menschen sterben. Bundes- und Landesbehörden sollten Ferguson vorübergehend unter ihre Fittiche nehmen. Aus eigener Kraft wird die Stadt das Misstrauen und den Hass kaum unter Kontrolle kriegen.

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