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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Grippeschutz Handlungsanweisung sinnvoll Martin Krause

Bielefeld (ots) - Eine Impfpflicht gegen Grippe ist nicht geplant. In Berlin stellt sich die Frage nicht einmal, so heißt es. Etwas mehr als wachsweiche Empfehlungen könnte jedoch geboten sein. Ein Problem des Grippeschutzes ist die enorme Wandelbarkeit der Grippeviren, die eine alljährliche Neuimpfung erfordert. Selbst wer stets den aktuellsten Impfstoff intus hat, ist vor einer Infektion nicht sicher - denn es kommt vor, dass sich die Viren anders entwickeln als von den Impfstoffherstellern prognostiziert. So wie in diesem Jahr. Gegen eine Impfpflicht sprechen neben der erwartbar beschränkten Akzeptanz auch die zusätzlichen Kosten der Kontrolle. Denn ohne Kontrolle gilt eine Pflicht nicht sehr viel. Viele gute Gründe sprechen dennoch für eine breite Impfung. Etwa die Tatsache, dass es bis heute kaum wirksame Medikamente gegen die Virusgrippe gibt. Wahrscheinlich sterben noch immer mehr Menschen an Grippe als an anderen, viel gefürchteteren Krankheiten. Sinnvoll könnte also ein Impfgebot sein, eine staatliche Handlungsanweisung unterhalb des absoluten Zwangs. Denn manchmal wollen die Menschen zu ihrem Glück gedrängt werden.

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